„Der Impffortschritt sowie die umgesetzten Lockerungen für die Gastronomie, den Handel und die Kulturbranche ermöglichen eine spürbare Erholung des Arbeitsmarktes. Ein deutliches Signal ist die enorm ansteigende Nachfrage nach Arbeitskräften, die weit über dem Vorjahresniveau liegt. Gegenüber Juli 2020 ist das ein Plus von 324 Stellen. Arbeitssuchende können aus 3.018 freien Stellen wählen. Das ist der höchste Stand seit 10 Jahren“, kommentiert Thomas Würdinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden.

Besseres Ergebnis als 2020

Die guten Arbeitsmarktzahlen im Agenturbezirk Weiden setzen sich auch im Juli fort. Die Arbeitslosenquote verringerte sich im Juli weiter um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen umfasste 3.784 Personen. Mit 748 Arbeitslosen weniger ein deutlich besseres Ergebnis als im Juli 2020.

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Beim Vorjahresvergleich ist zu beachten, dass die Arbeitslosigkeit im Juli 2020 stark von der Pandemie geprägt war. „Verglichen mit früheren Jahren, liegt die Arbeitslosigkeit krisenbedingt weiterhin etwas höher, erreicht aber bereits fast wieder das Vorkrisenniveau. Zum Vergleich: Im Juli 2019 lag die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent“, erklärt Würdinger.

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Große Nachfrage an Fachkräften

Dies spiegelt sich auch in der hohen Zahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen wider (87.177 im Dezember 2020). Menschen, die im Moment schwerer auf dem Arbeitsmarkt unterkommen, haben damit wieder bessere Chancen, eine Beschäftigung zu finden. Dazu zählen Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte.

Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt, allein im Juli wurden 794 neue Stellen beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit gemeldet. Damit sind freie Stellen zusehends schwieriger zu besetzen. „Der Fachkräftemangel ist sichtbarer denn je. Es gilt alle Arbeitskräftepotenziale wie Berufsrückkehrer aus Erziehungs- oder Pflegezeiten zu erschließen“, so Würdinger weiter.

Ein Blick auf die Personengruppen zeigt, dass 391 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos waren. Bei den älteren Arbeitnehmern über 55 Jahre zählte die Arbeitsagentur 1.239 von Arbeitslosigkeit betroffene Personen. Die Zahl der ausländischen Erwerbslosen betrug 577.

Arbeitslosigkeit in den Rechtskreisen

Seit Einführung der Hartz-IV-Reformen werden arbeitslose Menschen mit Anspruch an die Arbeitslosenversicherung von der Agentur für Arbeit und hilfebedürftige Arbeitslose von den Jobcentern betreut. 2.002 Menschen waren im Bereich der Arbeitslosenversicherung arbeitslos gemeldet, 20,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Zahl hilfebedürftiger Arbeitsloser, die von den Jobcentern betreut werden, sank auf 1.782 Männer und Frauen, ein deutlicher Rückgang von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat und im Vergleich zum Juli 2020 sogar um 11,2 Prozent beziehungsweise 225 Personen.

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