Die Arbeit darf nicht krank machen. Arbeitshandschuhe, Gehörschutz, Helm und Schutzbrille helfen, auf Nummer sicher zu gehen. Jeder Arbeitsplatz hat seine eigenen Tücken, sagt Manfred Götz. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberpfalz warnt davor, die Risiken auf die leichte Schulter zu nehmen: Die Routine im Job darf nicht blind machen. Jeder muss wissen, wo Gefahren am Arbeitsplatz lauern und wie man sich schützen kann.

Arbeits- und Gesundheitsschutz als oberstes Gebot

Das müssen sich 40.200 Menschen in Weiden, 42.400 Menschen im Landkreis Neustadt/WN und 37.400 Menschen im Landkreis Tirschenreuth streng genommen jeden Morgen aufs Neue klarmachen. So viele Erwerbstätige gibt es nämlich in der Nordoberpfalz nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Arbeiter bis zur Angestellten, von der Beamtin bis zum Selbständigen. Arbeits- und Gesundheitsschutz ist das oberste Gebot für alle, sagt Götz.

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Workers Memorial Day

Die IG BAU startet ihren Sicherheits-Weckruf zum internationalen Gedenktag an die Menschen, die der Job krank gemacht hat oder die bei der Arbeit sogar getötet wurden: Der 28. April ist Workers Memorial Day. Ob im Betrieb, auf der Baustelle oder auch im Homeoffice, am kommenden Freitag sollten die Beschäftigten um Punkt 12 Uhr eine Gedenkminute einlegen, sagt Manfred Götz. Der Workers Memorial Day steht nach Angaben der IG BAU in diesem Jahr unter dem Motto: Unsichtbare Gefahren sichtbar machen.

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Versteckte Gefahren für die Gesundheit

Dabei warnt der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberpfalz vor einer Fülle von versteckten Gefahren für die Gesundheit im Job, gerade auch auf dem Bau: Ein Beispiel dafür sind gesundheitsgefährdende Stäube bei Sanierungsarbeiten oder beim Abriss von Gebäuden, so Götz. Insbesondere Asbest sei ein enormes Problem: Vor allem in den 60er- und 70er-Jahren ist im großen Stil mit asbesthaltigen Baustoffen, vor allem mit Asbestzement gebaut worden. Beim Umbau und Abriss der alten Gebäude sind die Asbestfasern, die mit dem Baustaub in die Luft kommen, heute eine tödliche Gefahr, berichtet der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberpfalz.

Asbest: Tickende Zeitbombe

Asbest sei eine tickende Zeitbombe: Die Fasern sind winzig, aber krebserregend. Sie werden leicht eingeatmet und lagern sich in der Lunge ab. Dort verursachen sie bleibende Schäden, die sich meistens erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar machen. Lungenkrebs ist dann die schlimme Folge: Asbestose, erklärt Manfred Götz.

Zentrale Botschaften zum diesjährigen Workers Memorial Day hat die IG BAU in diesem Video zusammengefasst, darunter auch ein Statement von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).