Weiden. Die Mitarbeiter der Telekom befinden sich gerade in der dritten Runde der Tarifverhandlungen. Diese werden von Warnstreiks begleitet, die auch den Standort in Weiden betrifft.
Heute bestreiken die Angestellten der Telekom in Bayern die Standorte Kempten, Weiden, Schweinfurt und Traunstein. „Mit den Arbeitsniederlegungen fordern die Beschäftigten die Telekom auf, ihre Ankündigung wahr zu machen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte Verdi-Streikleiter Frank Sauerland am Dienstag. Die Verhandlungen für die rund 63.000 Tarifangestellten und Auszubildenden finden mit der dritten Runde am Dienstag und Mittwoch in Berlin ihre Fortsetzung. Die ersten beiden Runden in Berlin und Bonn waren ohne Ergebnis vertagt worden. Verdi fordert unter anderem eine Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen.
Darüber hinaus soll der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängert werden. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden.
„Die Verzögerungstaktik durch den Arbeitgeber muss beendet werden. Sollte der Arbeitgeber in dieser Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen werden wir mit weiteren Warnstreiks darauf reagieren“
so Josef Schaumberger der örtliche Arbeitskampfleiter in Weiden.
Die Mitarbeiter des Weidener Standorts begehen ihren Ausstand nach einem kurzen Aufenthalt am Telekom-Gebäude im Streiklokal in der Gaststätte Postkeller.

