Weiden. Die nördliche Oberpfalz neigt oft zu Understatement. Zu Unrecht – finden die Unternehmerinnen und Unternehmer des IHK-Gremiums Nordoberpfalz auf ihrer Winter-Sitzung. Die Wirtschaft in der Region sei international vernetzt und weise viele Traditionsunternehmen auf, die den Sprung in die Moderne gemeistert haben.
Die Stadtentwicklung im Oberzentrum Weiden stand im Mittelpunkt der Sitzung. Friedrich Zeiß und Oliver Seidel von der Stadtverwaltung Weiden wollen die Chancen im Dialog mit der Wirtschaft erschließen. In einer Reihe von Maßnahmen sollen auch die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes und das Nordoberpfalz Center (NOC) den Standort attraktiver machen.
NOC soll Einkaufsmagnet werden
Für IHK-Gremiumsvorsitzenden Bernd Fürbringer ist klar: „Stadtentwicklung und wirtschaftliche Interessen müssen sich sinnvoll ergänzen.“ Nur strategisch angelegte Planung gebe langfristig Planungs- und Investitionssicherheit für die ansässigen Unternehmen. Bau- und Planungsdezernent Seidel setzt für den neuen Flächennutzungsplan auf Input von außen: „Die Unternehmen können für die städtebaulichen Planungen Impulsgeber sein.“ So auch beim NOC – das Einkaufszentrum wird als künftiger Einkaufsmagnet das innerstädtische Umfeld prägen. Für IHK-Geschäftsstellenleiter Florian Rieder ein positiver Multiplikator für Stadt und Umland:
Das NOC hat eine Scharnierfunktion für die Innenstadt. Es belebt den Einzelhandel und Weiden wird als Einkaufsstadt für das Umland attraktiver.
Wirtschaft mit Profil
Wie sieht sich die Wirtschaft in der Nordoberpfalz? Gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft will das IHK-Gremium im nächsten Jahr ein Wirtschaftsleitbild erarbeiten. Erste Workshops beschäftigten sich schon damit. Wichtig sei, sowohl den vielseitigen Branchenmix in der Nordoberpfalz als auch die Alleinstellungsmerkmale herauszustellen, so Fürbringer.
Die vielen Unternehmen in der Region sind mit ihrem Know-how international gefragte Partner – das müssen wir auch kommunizieren.

