An der Landwirtschaftsschule Weiden verabschiedete Schulleiter Reinhold Witt die ersten Absolventinnen und Absolventen der Schule nach drei Semestern Arbeit und Lernen unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie, die vieles änderte. Die sonst übliche große Abschlussfeier fand lediglich in kleinem Rahmen statt.
19 Studierende aus der gesamten nördlichen Oberpfalz studierten von Ende Oktober 2020 bis heute an der Landwirtschaftsschule in Weiden. Wie wichtig gut ausgebildete junge Menschen in der Zukunftsbranche Landwirtschaft sind, zeigt sich in der momentanen Situation, wo die angehenden Betriebsleiter Entscheidungen in einem sehr unsicheren Umfeld treffen müssen. „Extrem angestiegene Dünger- und Futterpreise, schwindende Verfügbarkeit von Produktionsmitteln und Maschinen und wegbrechende Märkte sind neue Herausforderungen, denen sich die Wirtschafter jetzt stellen müssen und können“, betont der Schulleiter.
Zukunftsszenarien durchgespielt
In der Schulschlussprüfung und einer kompletten Analyse des eigenen Betriebes mit Buchführungsauswertung und der Entwicklung von Optimierungslösungen, wurden verschieden Zukunftsszenarien in einer Wirtschaftsarbeit durchgespielt und beurteilt, nach dem Motto: Werde zuerst besser, und dann größer. Mit dem Wirtschafter für Landbau wurde auch der Titel Bachelor Professional in Agrarwirtschaft erworben. Auch die ersten Teile der Meisterprüfung im Beruf Landwirt konnten absolviert werden.
Intensives Studium
Wie abwechslungsreich und intensiv die Zeit trotz Distanzunterricht, Hygienekonzepten, Teststrategie, eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten war, zeigte der Rückblick von Semesterleiter Gerhard Schwarz, der den Absolventen nochmal vor Augen führte, wie viel Wissen und Praxis vermittelt wurde, angefangen von der Futteranalyse, Betriebsbesichtigungen, Diversifizierungsmöglichkeiten, den Chancen des Ökolandbaus, über die Öffentlichkeitsarbeit an der Realschule Neustadt bis hin zum Persönlichkeitsbildungsseminar auf der Burg Feuerstein.
Zum Schluss forderte Schulleiter Reinhold Witt die neuen Wirtschafter auf, in ihrer Fortbildung nicht stehenzubleiben, sondern sich auch noch zum Meister oder dem Agrarbetriebswirt an der höheren Landbauschule (HLS) Weiden-Almesbach weiterzuqualifizieren.

