Die Fachleute für ländliche Energie-Rohstoffe Christian Letalik und Matthias Wanderwitz sahen ein hohes Potenzial für den Aus- und Aufbau von Fernwärmeanlagen in Neustadt. Beide betonten, dass die regionalen Wertschöpfungschancen für Neustadt/WN und Umgebung sehr groß sein werden und in Machbarkeitsstudien genau errechnet werden sollten.
Zu diesem Thema sagte Letalik auch, dass viele größere Städte des Westens und Nordens bei Wärme auf andere Energieträger als nachwachsende Rohstoffe setzen müssten, dass aber für die Wärmewende in vielen kleinen bayerischen Städten, wie in Neustadt/WN genügend Brennstoff aus heimischen Schad- und Abfallholz vorhanden sei. In Zukunft gelte es, diese nachwachsenden Rohstoffe in Fernwärmeanlagen intelligent zu nutzen, um die Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas schnell zu verringern.
Neustadt auf dem richtigen Energiepfad
Bürgermeister Sebastian Dippold berichtete vom Wunsch des BAYWA-Heizwerkes am Gymnasium weitere Großverbraucher in der Stadtmitte anschließen zu dürfen. Hierzu sagten die Fachleute aus Straubing, dass dies der richtige Energiepfad für Neustadt sei und mit dem Anschluss weiterer Wärmeabnehmer die Fix-Kosten der Wärmeanlagen für alle Abnehmer reduziert werden könnten.
Bei einer gemeinsamen Rundfahrt durch die Wohnsiedlung Gramau machten sich die Besucher selbst ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten. Ein Fußmarsch über das Schulgelände zum Heizwerk am Felixberg und zurück durch den Felixwald entlang der geplanten Fernwärmetrasse rundete den Informations- und Beratungsbesuch der Fernwärmespezialisten in Neustadt/WN ab.

