Die erfolgreichen Arbeiten am Forschungsprojekt „Orbit“ zur Speicherung von Strom aus erneuerbaren Quellen in Form von Methan gehen weiter. Unter der Leitung der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg arbeiten zehn Partner im Rahmen von „Orbit II“ an der Weiterentwicklung und dem industriellen Einsatz einer Power-to-Gas-Anlage und damit an der Zukunft der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt mit 1,8 Millionen Euro.

Mikroorganismen produzieren Methan

Wie schon beim ersten „Orbit“-Projekt, übernehmen Archaeen die zentrale Aufgabe der Methanisierung und wandeln Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff in Methan und Wasser um. Archaeen sind Mikroorganismen und zählen zu den ältesten Lebewesen der Erde. Der im Vorgängerprojekt aufgebaute Bioreaktor wird in „Orbit II“ unter anderem um einen Elektrolyseur erweitert und in eine skalierbare Containerlösung umgebaut.

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Durch den zweijährigen Erprobungsbetrieb mit verschiedenen Industriegasen und dem Feldtest in einem Klärwerk gewinnen die Partner neue Erkenntnisse für den wirtschaftlichen Betrieb im industriellen Umfeld der Anlage. Durch Versuche im mikrobiologischen Labor und einer Anpassung des Reaktors sollen für verschiedene Industrieanwendungen passende Anlagenkonfigurationen entwickelt werden, wodurch maßgeschneiderte Lösungen entwickelt werden können.

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Partner aus der Industrie

Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner leitet das Projekt an der an der OTH Regensburg: „Wir bringen damit die Power-to-Gas Technologie in die industrielle Umsetzung und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zur nationalen Wasserstoffstrategie.“

Projektpartner sind die Universität Regensburg mit dem Lehrstuhl für Mikrobiologie und dem dort angesiedelten Archaeenzentrum, der Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Industrieunternehmen Ostermeier H2ydrogen Solutions GmbH in Schweitenkirchen und Schott AG in Landshut.

Stadtwerke Pfaffenhofen machen mit

Darüber hinaus beteiligen sich die Firmen Electrochaea GmbH, MicrobEnergy GmbH und MicroPyros BioEnerTec GmbH als assoziierte Partner am Projekt und bringen ihr Knowhow im Bereich biologische Methanisierung ein.

Weitere assoziierte Partner sind das die Stadtwerke Pfaffenhofen und die Bürgerenergiegenossenschaft im Landkreis Pfaffenhofen. Die beiden Pfaffenhofener Partner unterstützen bei der Integration von erneuerbarem Strom in die Power-to-Gas Anlage, deren Betrieb in einem Klärwerk und bei der Bürgerbeteiligung.