Da baut etwa einer wie Stefan Voit eine 4.000-Quadratmeter-Halle innerhalb eines Tages auf. Nicht ganz eine bezugsfertige Halle, aber zumindest das komplette Stahlgerüst. Eine Halle, die vor gerade einmal vier Wochen bestellt worden ist. Voit, der in einem Dorf namens Hagendorf aus einem Ein-Mann-Betrieb ein vielfach ausgezeichnetes, jährlich wachsendes Unternehmen gemacht hat, gehört zu den Lichtgestalten, mit Hilfe derer das Projekt „Digitale Nordoberpfalz“ sagen will: Von wegen Digitalisierung verschlafen!

Voit ist daher der geborene Gastgeber für die Vorstellung des Projekts, für das der Bezirk Oberpfalz, die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden mit der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz zusammenarbeiten, an der unter anderem die Universität Regensburg und die Technischen Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg beteiligt sind.

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Kopieren erlaubt: „Es muss nicht jeder das Rad erfinden“

Das Projekt will Information und Akteure in geballter Form bündeln, und es will – das ist ein Schwerpunkt der Plattform – durch den Fokus auf mittelständische Vorzeigeunternehmen durchaus anregen, deren Erfolgsrezepte ungeniert zu kopieren. „Es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden“, so drückt es Bezirkstagspräsident Franz Löffler vor den versammelten Wirtschaftsförderern aus Neustadt/WN, Tirschenreuth und Weiden aus, die alle an dem Projekt mitarbeiten. Und eines ist für Löffler in dem Zusammenhang klar, wie er sagt: „Glasfaser muss in jedes Haus.“ Das ist die Grundvoraussetzung.

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Das Projekt will aber nicht nur informieren, es will auch all die Unternehmen, die sich wie die „Stahlfertiger“ in Hagendorf auf den Weg machen, begleiten und fördern. Und dabei ist den Machern hinter dem Projekt vollkommen klar, so sagt Lucie Valentová, dass die digitale Transformation selbstverständlich immer zugeschnitten sein muss auf das jeweilige Unternehmen. Valentová ist neben Thomas Schröpf einer der Köpfe des Bezirks hinter dem Projekt, beide sind eigens dafür eingestellte Technologie- und Netzwerkmanager.

Landrat: Den Nutzen der Technologie verdeutlichen

Die anwesenden Politiker, neben Löffler, Landrat Andreas Meier (Neustadt/WN) und der Weidener Bürgermeister Reinhold Wildenauer sagen übereinstimmend, es geht um die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Und sie zeigen sich einig: Die Region ist schon auf einem guten Weg, obwohl es zum Beispiel beim Breitband-Ausbau „hakt“ (Wildenauer).

Meier will die Digitalisierung nicht als Selbstzweck verstanden wissen. Ängsten in der Bevölkerung könne man nur begegnen, indem man den Nutzen der Technologie verdeutlicht. Wer das Positive daran erkannt hat, wird auch die notwendige Infrastruktur – etwa beim Ausbau des 5G-Netzes – leichter akzeptieren.