Die Mitgliederzahl des Kreisverbandes betrug am Jahresende 6.253 Mitglieder – damit waren 8,7 Prozent der Landkreisbewohner Mitglied des Sozialverbandes VdK. Geschäftsführer Thomas Döhler konnte in seinem ersten Jahresbericht darüber informieren, dass im vergangenen Jahren 3.459 Mitglieder eine Sozialrechtsberatung durch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen in Wiesau in Anspruch genommen hatten. Daraus resultierten 966 Anträge, die bei Renten- und Pflegeversicherungen, zur Anerkennung einer Schwerbehinderung oder weiteren Behörden gestellt worden sind. 70 Prozent dieser Anträge sind zugunsten der Mitglieder des VdK ausgegangen. Über 510.000 Euro konnten für die Mitglieder des Verbandes erstritten werden.

Auch die Berzirksräte kommen zu Wort

Die Landtagsabgeordnete Annette Karl hob hervor, dass der VdK als starke Gemeinschaft gebraucht werde. Dies zeigen die steigenden Mitgliederzahlen, die den hohen Beratungsbedarf für die Mitglieder deutlich machen. Bezirksrat Toni Dutz dankte in seinem Grußwort für die großartige Arbeit des Verbandes für und mit den Menschen und dass er hohen Respekt für die Arbeit der VdK-Präsidentin Verena Bentele habe. Es sei traurig, dass man vor Gerichten sein Recht erstreiten müsse, wie jetzt vor kurzem von einem Diabetes-II-Patienten zu lesen war.

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Dutz berichtete weiterhin, dass von den rund 500 Millionen Euro, die der Haushalt des Bezirkes Oberpfalz umfasst, 95 Prozent für Soziales ausgegeben werden. Bezirksrätin Brigitte Scharf, selber beim VdK in Erbendorf im Vorstand aktiv, machte deutlich, dass vielen nicht bewusst sei, wie wichtig der Sozialverband VdK ist. Gerade bei Anträgen auf Erwerbsminderungsrente ist die Kompetenz des Verbandes enorm groß.

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Schwierige Herausforderungen

Für Kemnaths Zweiten Bürgermeister Hermann Schraml ist es wichtig, dass die Arbeit von Menschen für Menschen gemacht wird, wie es bei VdK geschieht. VdK-Bezirksgeschäftsführer Christian Eisenried berichtete, dass es in den Schwerbehindertenverfahren mittlerweile sehr schwer geworden ist, den GdB 50 zu erhalten. Mittlerweile drohe sogar eine Rückstufung bei einem Neufeststellungsverfahren, obwohl schon viele Jahre ein anerkannt hoher GdB vorhanden sei. Hier muss man teilweise von einem Antrag abraten.

Immerhin wurden aber nach über 40 Jahren die Steuerfreibeträge verdoppelt. Die geburtenstarken Jahrgänge stellen eine große Herausforderung für den VdK dar. So ist der Beratungsbedarf in allen Geschäftsstellen enorm gestiegen.

Wertschätzung für Pflegeleistungen

Mit seiner #nächstenpflege-Kampagne will der VdK eine bessere Wertschätzung der Pflegeleistungen im familiären Umfeld erreichen, sei es durch eine höhere Anerkennung bei der Rente oder durch eine soziale Leistung, wie beispielsweise eine Zahlung von Lohnersatz für einen längeren Zeitraum.

Herausfordernd ist auch die hohe Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen, die nicht ausreichend abgedeckt werden kann. Insgesamt wird für Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe am Leben immer schwieriger, da notwendige Hilfsmittel nicht gewährt werden. Viele Auseinandersetzungen im Sozialrecht müssen vor den Sozialgerichten für die Mitglieder des VdK ausgetragen werden. Es wäre aber besser für die Menschen, wenn diese erstrittenen Leistungen sofort denen zuerkannt werden, denen sie zustehen, schloss Eisenried. Mit einem Dank an die Ehrenamtlichen und die Kreisgeschäftsstelle beendete Georg Brandt die Tagung.