Bochum und München steigen auf
Während der SV Weiden als Dritter des Turniers auf dem Olympiagelände die aufstiegsberechtigten Plätze knapp verpasste, steigen der Westdeutsche Meister BW Bochum und der Südvertreter Stadtwerke München auf. Laatzen (Platz 4) und Magdeburg (Platz 5) verpassten ebenfalls den Aufstieg und bleiben in der jeweiligen 2. Liga.
Fehlstart gegen München
Das Turnier begann am Freitagabend denkbar schlecht für Weiden. Bereits dieses Spiel gegen München entschied, wie sich später herausstellte, über den Abstieg der Weidener. Ersatzgeschwächt (Jakob Ströll, Nikolaj Neumann und Kapitän Denys Reichert waren beruflich verhindert) tat man sich schwer. Nachdem mit Stepan Rezek im zweiten Viertel auch noch ein weiterer Schlüsselspieler verletzt (Nasenbruch) ausfiel, ging für die Oberpfälzer nicht mehr viel und man verlor das Auftaktspiel mit 9:11.
Im zweiten Spiel gegen Nordmeister Laatzen musste der SV zwar auf Rezek verzichten, bekam dafür aber mit Ströll, Neumann und Reichert Verstärkung. Die Partie verlief aus
Weidener Sicht deutlich kontrollierter und man gewann nach einer konzentrierten und cleveren Leistung sicher mit 13:11.
Bochum ungeschlagen
Am Samstagabend kam es dann zur Begegnung mit dem bisher ungeschlagenen Westvertreter Bochum. Nach dem ersten Viertel führte Weiden noch mit 3:2, ehe man im zweiten Abschnitt völlig die Kontrolle verlor und Bochum mit einem 7:0-Lauf davonzog. Im dritten Viertel bemühte sich Weiden zwar, aber selbst eine vierminütige Überzahl nach einem brutalen Foul eines Bochumers reichte nicht, um heranzukommen. Im Schlussabschnitt gingen dem SV endgültig die Körner aus und man verlor die Partie mit 8:16.
Keine Schützenhilfe für den SV Weiden
Nach dieser Niederlage blieb den Mannen um Interimscoach Sean Ryder (der etatmäßige Trainer Thomas Aigner fehlte in München berufsbedingt) nur noch eine theoretische Chance auf den zweiten Platz. Dafür hätten sie am Sonntag Magdeburg schlagen müssen und München gegen diesen Gegner leer ausgehen müssen. Den ersten Teil erfüllte man mit einem ungefährdeten 10:7-Sieg, aber die Münchener ließen sich davon nicht beirren und holten sich durch einen 13:8-Sieg gegen Magdeburg den ersten Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte.
Auf eigenen Nachwuchs setzen
Ein desillusionierter Mannschaftsleiter Irek Luczak sagte: „Wir wollten eine Mannschaft ins Rennen schicken, die auch nächste Saison zur Verfügung steht, mussten aber feststellen, dass das tatsächlich zu wenig war. Jetzt müssen wir uns neu ausrichten und noch stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen. Das ist unsere einzige Chance, irgendwann mal wieder erstklassig zu werden. Wir haben weder die Motivation noch die finanziellen Mittel, unsere Lücken mit teuren Neuzugängen zu stopfen. Außerdem können wir auch auf kein Einzugsgebiet, wie die Konkurrenz, zurückgreifen. Das ist unser Schicksal. Dennoch werden wir uns der Herausforderungen stellen, die 1. Bundesliga nach Weiden zurückzubringen“, so Luczak.
Strukturen umstellen
„Wir bedanken uns bei der Mannschaft und bei unseren Anhängern für den Einsatz und die Unterstützung während der sehr anstrengenden Saison. Wir werden jetzt eine kurze Pause einlegen, bevor wir mit der Planung für die kommende Saison loslegen. Wir müssen einiges an den Strukturen umstellen, um mehr Potenzial aus unserem Nachwuchs herauszuholen. Das ist zunächst die wichtigste Aufgabe für uns“, ergänzt Trainer Thomas Aigner.
SV Weiden:
Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Denys Underberg, Louis Brunner, Thomas Kick, Denys Reichert, Jakob Ströll, Robert Reichert, Maximilian Strauch, Andreas Jahn, Kyrylo Olkhovsky und Stepan Rezek
Trainer Sean Ryder und Andreas Jahn

