In der Best-of-Three-Serie bekamen die Oberpfälzer sogar zwei Chancen, die Paarung für sich zu entscheiden, allerdings beide auswärts. Nach einer engagierten Vorstellung und einer zwischenzeitigen 10:8-Führung verloren die SVler am Samstag mit 11:14 Toren und mussten am Sonntag „nachsitzen“.

Das Sonntagsspiel verlief über lange Phasen ausgeglichen und spannend, am Ende unterliefen den Gästen jedoch zu viele individuelle Fehler, es reichten einfach die Körner nicht mehr, um ein Happy End noch zu erzwingen. Deshalb ging auch die zweite Partie mit 11:6 an die Plauener, die damit leistungsgerecht die Klasse halten und ab sofort für die Bundesligasaison 2023/2024 planen dürfen.

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Samstag, 6. Mai:

SVV Plauen – SV Weiden 14:11 (4:3, 4:3, 3:5, 3:0)

Die Weidener lieferten an beiden Spieltagen passable Leistungen ab. Sie gingen dabei sehr konzentriert und engagiert ins Spiel und mussten letztendlich in den entscheidenden Spielmomenten die individuelle Stärke der Vogtländer anerkennen. Direkt zum Beginn am Samstag wurden die Männer um Keeper Matthias Kreiner mit zwei Kontern kalt erwischt. Sie korrigierten das Problem und konnten das Spiel weiterhin offenhalten.

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In der Zwischenzeit fielen mehrere Gegentreffer aus direkten Freiwürfen der Hausherren, aber auch dieses Problem konnte abgestellt werden – die Weidener führten im dritten Viertel sogar mit 10:8. Leider versäumten sie, sich in Überzahl auf drei Tore abzusetzen und leiteten damit eine vier-Tore-Serie der Sachsen ein. Damit verspielten die Weidener ihre große Chance und erholten sich nicht mehr von diesem Rückschlag. Gegen Ende des Spiels fielen noch drei weitere Gegentreffer direkt aus 1:1-Situationen, die allesamt auf die Unterlegenheit im Zweikampf zurückzuführen sind.

Sonntag, 07.05.2023

SVV Plauen – SV Weiden 11:6 (3:1, 1:3, 4:1, 3:1)

Nach dem Motto „neuer Tag, neues Glück“ ging die Reise am Sonntagmorgen wiederholt nach Plauen. Es galt vor allem, die Stärken der Vogtländer zu entschärfen und mehr aus eigenen Chancen zu machen. Das klappte tatsächlich gut bis zur Halbzeit (4:4 Halbzeitstand), doch dann mussten die Weidener den Preis für eine sehr entschlossene und intensive Gangart zahlen.

Die Probleme in der Stabilität der Abwehrreihen wurden immer deutlicher. Besondes Thomas Kick vermissten die Weidener an den beiden Tagen. Routinier Andreas Jahn verletzte sich außerdem am Samstagsabend und konnte am Sonntag nicht eingesetzt werden. Dazu kamen dreifache Ausschlüsse von Robert Reichert noch vor dem Seitenwechsel und Louis Brunner direkt zum Beginn der zweiten Hälfte, die endgültig die Oberpfälzer Abwehrreihen destabilisierten. Somit hatten die Weidener nicht mehr viel zu bieten, um die immer präsenten, sehr beweglichen und zweikampfstarken Sachsen in den Griff zu bekommen.

Die 6:11-Niederlage am Ende ist bitter und auch die Anerkennung des Gegners hilft nicht wirklich gegen die Enttäuschung der SVler, obwohl Mannschaftsleiter Irek Luczak direkt nach dem Spiel meinte: „Wir waren nicht schlecht, haben gute Spiele geliefert, aber die Plauener waren in der Summe an beiden Tagen besser als wir und haben sich damit den Klassenerhalt auch verdient, daran gibt es nichts mehr zu rütteln. Die Leistung des Gegners anzuerkennen hilft die Wundheilung zu beschleunigen und diese brauchen wir dringend, um die letzten Chancen noch in Angriff zu nehmen. Es ist noch nicht vorbei, wir müssen weiterhin an uns glauben.“

Nun die letzte Chance gegen Köln

Die Weidener haben jetzt noch eine Chance, den Klassenerhalt zu erzwingen. Gegen Poseidon/Rhenania Köln geht es wiederholt in eine Best-of-Three-Serie, auch diesmal beginnt sie in Weiden und endet mit einem oder zwei Partien in Köln. Der Sieger der Paarung darf noch im Turnier im Juli gegen vier Meister der zweiten Ligen um zwei verbleibende Bundesligaplätze kämpfen, der Verlierer muss bereits die bittere Pille des direkten Abstiegs schlucken. Die Kölner verloren überraschend klar die entscheidende Partie in Düsseldorf, sind aber auch ein schwerer Gegner für die Max-Reger-Städter und vor allem mit ihrem Heimrechtvorteil sehr ernst zu nehmen.