Wasserball, Bundesliga Gruppe B, Abstiegsrunde
SSV Esslingen – SV Weiden 17:7 (5:2, 4:1, 5:0, 3:4)
Selbstbewusst reisten die Aigner-Schützlinge am Samstag nach Schwaben. Man wollte den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und zumindest achtbar abschneiden beim haushohen Favoriten. In der Umsetzung kam es jedoch deutlich schwieriger als angenommen. Das erste Mal in dieser Saison im Freibad, auf einem langen Spielfeld gegen konterstarke Hausherren – in der Summe war das zu viel für Weiden.
Esslingen enorm konterstark
Die Schwaben von Trainer und Ex-Nationalspieler Heiko Nossek nutzten fast jede Balleroberung zu schnellen Gegenstößen und erzeugten damit viele Überzahlsituationen, die für die Gäste schwierig zu verteidigen waren. Am Ende bestätigten die Esslinger beim 17:7 ihre Favoritenrolle, auch wenn das Endergebnis ein wenig zu hoch ausfiel. Verantwortlich für die hohe Niederlage war vor allem das verkorkste dritte Viertel (0:5).
Problematisches Drittes Viertel
Zu Beginn des Spiels sah es gar nicht so schlecht aus. Die Gäste kamen gut mit der Verteidigung der Hausherren klar, nutzten jedoch letztlich zu wenig Chancen, um das Spiel länger offen zu gestalten. Die Ballverluste wurden immer häufiger und führten zu Kontern, die meist mit Gegentoren endeten. Negativer Höhepunkt war das dritte Viertel: Während Weiden einen Angriff nach dem anderen mit frühen Ballverlusten verspielte, konterte Esslingen den SV nach allen Regeln der Kunst aus.
Im Derby gegen Plauen
Damit ging das Playoff-Viertelfinale in der Abstiegsrunde wenig überraschend mit 2:0 an den SSV Esslingen. Im Halbfinale kommt es jetzt zu einem Lokalderby gegen den SVV Plauen, der nach einem dramatischen Entscheidungsspiel dem SV Würzburg mit 7:8 unterlag. Das erste Spiel der Serie findet am kommenden Samstag in Weiden statt, Spiel 2 und bei Bedarf auch die entscheidende dritte Partie werden eine Woche später in Plauen ausgetragen.
Heiß umkämpfte Spiele
Die Duelle Weiden gegen Plauen sind traditionell heiß umkämpft. In der Hauptrunde lieferte der SV in Plauen eine schwache Vorstellung und unterlag mit 6:11. Zu Hause siegte man mit einem Tor (10:9) in letzter Minute. Spannung ist somit vorprogrammiert, zumal der Preis in diesem Duell richtig hoch ist. Der Sieger der Serie sichert sich definitiv den Klassenerhalt, der Verlierer bekommt im Playdown-Finale nur noch die Chance, sich einen Platz für das Relegationsturnier zu erspielen. Wer die Finalrunde verliert (Gegner Düsseldorf oder Köln), steigt direkt in die zweite Bundesliga ab.
Trauer um Otto Vorsatz
Am Freitag erreichte die Weidener Wasserballer eine traurige Nachricht. Der langjährige Torwart, Freund und treue Begleiter des SV, Otto Vorsatz, verstarb im Alter von 85 Jahren: „Wir verlieren mit Otto eine Vaterfigur. Er wird uns sehr fehlen, bleibt aber für immer in unseren Herzen. Es wäre so schön, Otto einen Sieg in Esslingen zum Abschied zu schenken, das vertagen wir jetzt um eine Woche und werden ihm zum Gedenken das Spiel gegen Plauen widmen“, betonte Mannschaftsleiter Irek Luczak.
SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner (1.-24. Minute) und Christopher Klein (25. -32.) im Tor, Nikolaj Neumann (1), Denis Underberg (1), Louis Brunner (1), Dimitrii Leichter, Cedrik Zupfer, Denis Reichert, Robert Reichert (1), Marek Janecek, Andreas Jahn, Stepan Rezek (1), Sean Ryder (2)

