In diesem Abstiegskampf geht es um viel. Der Sieger könnte sich im Kampf gegen den direkten Abstieg in die 2. Bundesliga gegenüber dem Kontrahenten vorentscheidend absetzen. Nach der Partie verleiben zwar noch drei Spieltage, allerdings ist das Restprogramm für beide Teams alles andere als einfach. Außerdem könnte am Ende auch der Direktvergleich den Ausschlag geben. So gesehen ist das Match fast schon vier Punkte wert.
Andreas Jahns Comeback
In den vergangenen Spieltagen mussten die Oberpfälzer ständig auf einige Stammkräfte verzichten. In Stuttgart wird nun aber der nächste Langzeitverletzte sein Comeback feiern: Nach acht Wochen kehrte Andreas Jahn ins Wassertraining zurück und wird sein Team in Stuttgart enorm verstärken. Wegen seines Trainingsrückstands wird Jahn sicher nicht durchspielen, aber allein die Anwesenheit des routinierten Verteidigers könnte der Mannschaft gut tun.
Thomas Kick fällt weiter aus
Dagegen fällt Abwehrrecke Thomas Kick weiterhin aus. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Kapitän spätestens in den Playoffs wieder einsatzbereit ist. Um die zu erreichen, muss der SV aber die Hauptrunde mindestens auf dem achtem Tabellenplatz abschließen. Das Mannschaftstraining verlief während der Woche reibungslos und in einer optimistischen Atmosphäre. Der Schwung aus dem Sieg im jüngsten Spiel ist deutlich zu spüren.
Cannstadt ein schlechtes Omen
Ausgerechnet der SV Cannstatt sorgte für den letzten Abstieg der Weidener in die 2. Liga. Am 4.Juni 2016 schickten die Schwaben durch einen 7:6-Erfolg im Ausscheidungsspiel in Stuttgart die Weidener in die Zweitklassigkeit. Der SV will alles dafür tun, dass die Geschichte sich nicht wiederholt. „Cannstatt hat eine sehr junge und hungrige Mannschaft. Wir müssen ähnlich engagiert und entschlossen agieren wie gegen Uerdingen, nur dann haben wir eine Chance. 2016 darf sich nicht wiederholen, aber wir dürfen uns mit diesem Gedanken gar nicht beschäftigen. Ich hoffe, dass sich im Spiel gegen Uerdingen der Knoten bei uns gelöst hat und wir die entscheidende Saisonphase ähnlich erfolgreich wie im Vorjahr absolvieren. Die Mannschaft ist heißer denn je in dieser Saison“, erklärt Trainer Thomas Aigner.
Schwieriges Restprogramm
Wie wichtig das Spiel ist, wird auch durch einen Blick auf das Restprogramm deutlich. Nächste Woche reisen die SV-ler zu einem Doppelspieltag in den Westen, wo Tabellenführer SV Krefeld 72 und der Tabellenachte Köln auf die Aigner-Schützlinge warten. In Krefeld sind die Chancen sehr gering, aber auch in Köln wird es schwierig. Die Domstädter blieben weit hinter ihren Erwartungen zurück und brauchen auch jeden Punkt für den Klassenerhalt.
Sieg in Stuttgart die halbe Miete
Im letzten Hauptrundenspiel empfängt der SV am 18. März den immer stärker werdenden Lokalrivalen SV Würzburg 05 und auch diese Aufgabe ist sehr anspruchsvoll. Die Entscheidung über den Ligaerhalt auf den letzten Spieltag verlegen zu müssen, wäre zwar spannend, aber äußerst gefährlich: „Jeder Punkt, den wir bis zum 18. März holen, bringt uns dem rettenden Ufer näher. Aber ein Sieg in Stuttgart wäre für uns wertvoller als alles andere in den noch verbleibenden Partien. Wir haben das Zeug dazu“, ist Mannschaftsleiter Irek Luczak optimistisch.
SV Weiden-Team für Samstag
Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Denis Underberg, Louis Brunner, Cedrik Zupfer, Denis Reichert, Robert Reichert, Marek Janecek, Andreas Jahn, Stepan Rezek, Sean Ryder und Dimitri Leichter

