Vermehrt gibt es derzeit Fragen zur Qualität der Bank-Spieler beim Jahn. Von Defiziten in der zweiten Reihe will SSV-Trainer Mersad Selimbegovic auf der Spieltags-Pressekonferenz aber nichts wissen. Er bescheinigt allen Alternativen beste Trainingsleistungen. Vielmehr liegt es in der Natur der Sache, dass „Spieler, die hier herkommen, etwas Zeit brauchen“.

Speziell in der derzeitigen Situation will Selimbegovic Spieler nicht durch unnötige Personalrochaden demontieren. Das Leistungsprinzip sieht er trotzdem nicht ausgehebelt. „Jeder muss Leistung bringen, dafür müssen sie aber auch Vertrauen spüren.“

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Grundtugenden sind wieder erkennbar

Beim Spiel im Karlsruher Wildpark zeigte die Jahn-Elf endlich eine Reaktion auf die vorangegangenen ernüchternden Auftritte. Von der ersten Minute an warfen sich die Spieler in jeden Zweikampf. Auch die sichtlich verbesserte Kommunikation beim offensiven Pressing zeigte ihre Wirkung.

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Sicherlich gibt es weiterhin noch einige Stellen, an denen Spielraum zur Verbesserung herrscht, aber Selimbegovic ringen die gezeigten Grundtugenden Stolz für seine Elf ab. Auch wenn man trotz zeitweiser Führung den Spielern die Verunsicherung der letzten Ergebnisse durchaus angesehen hat. Im Besonderen beim schnellen Konterspiel schien die Selbstverständlichkeit des präzisen Passes verloren gegangen zu sein.

Selimbegovic will wieder 11 Kämpfer sehen

In der Hinrunde war das Duell Paderborn gegen Regensburg (1:1) noch ein Topspiel. Der SSV belegte den zweiten Tabellenplatz, der SCP rangierte auf Platz vier. Nun trifft man sich im tristen Mittelfeld der Liga wieder, mehr mit Tendenz nach unten als nach oben. Ein Duell der Enttäuschten, zumindest was die Rückrunde betrifft.

Ein Spiel, dass den weiteren Saisonverlauf bestimmen wird, sieht Selimbegovic allerdings nicht. Richtig ist, dass wie in jedem Spiel auch gegen Paderborn maximal drei Punkte vergeben werden. Aufgrund der angespannten Tabellensituation könnten es aber äußerst wichtige drei Punkte für den Jahn sein. Dafür sorgen soll eine geschlossene und bissige Leistung der Jahn-Elf. „Ein dreckiges 1:0“ würde Selimbegovic dabei vollkommen reichen. Hauptsache endlich wieder drei Punkte.

Entspanntere Personalsituation

Gute Nachrichten gibt es aus dem Jahn-Lazarett. Sowohl der länger verletzte Ersatzkeeper Thorsten Kirschbaum als auch die zuletzt fehlenden Sarpreet Singh, Steve Breitkreuz und Leon Guwara sind wieder im Mannschaftstraining. Kaan Caliskaner absolvierte zwar nur das Lauftraining, stellt aber, wie die anderen, eine Option für das Spiel am Sonntag dar.

Auf der Seite der Gäste dürfte es zu leichten Umstellungen im Vergleich zum 1:1 gegen Düsseldorf kommen. Sicher ersetzt werden müssen der Defensivallrounder Marco Schuster (Gelbsperre) und Offensivspieler Julian Justvan (Erkältung). Darüber hinaus ist Marcel Mehlem fraglich. Zurückkehren nach abgesessener Gelbsperre wird Uwe Hünemeier. Zu einem Wiedersehen im Jahnstadion kommt es mit Marcel Correia. Der im Sommer 2020 zu Paderborn abgewanderte Innenverteidiger stand in 61 Pflichtspielen für den Jahn auf dem Platz und konnte dabei 3 Tore erzielen.