Weiden/Bamberg. Der Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden verschafft sich im Abstiegskampf weitere Luft. Die Mannschaft von Trainer Franz Koller setzte sich am Sonntag vor 220 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz der DJK Don Bosco Bamberg mit 1:0 (0:0) durch.
Von Stephan Landgraf
Matchwinner für die Schwarz-Blauen waren dabei Torschütze Andreas Wendl (69.) sowie Torhüter Dominik Forster, der nicht nur einen Foulelfmeter parierte, sondern mit etlichen weiteren Glanzparaden ein Gegentor der heimstarken Oberfranken verhinderte. Trotz des Sieges war Koller mit dem Auftritt seiner Elf nur bedingt zufrieden, da diese bei weitem nicht an die Leistung der Erlenbach-Partie anknüpfen konnte.
Es brannte im Strafraum
Auf einer Position musste der Weidener Trainer sein Team im Vergleich zur Vorwoche ändern, Lukas Hudec begann dieses Mal für den angeschlagenen Thomas Schneider. Vom Anpfiff weg setzten die Gastgeber die Wasserwerk-Elf unter Druck und hatten bereits nach fünf Minuten die Führung auf dem Fuß. Nach einem Foul von Stefan Graf bekamen die Bamberger einen Starfstoß zugesprochen, Forster entschärfte jedoch den Schuss von Christos Makrigiannis.
Im weiteren Verlauf brannte es immer wieder lichterloh im SpVgg SV-Strafraum.
Zur Halbzeit hätten wir auch schon 0:4 zurückliegen können,
unterstrich Koller. Fast im Minutentakt verzweifelten Patrick Niersberger, Daniel Schäffler und Christopher Kettler an den Weidener Abwehrreihen (14./15./18.). Und war Forster einmal überwunden, retteten seine Mitspieler Thomas Wildenauer (31.), Tobias Plößner (32.) und Florian Reich (37.) auf der Linie.
Ecke führt zum Sieg
Nach dem Seitenwechsel änderte Koller seine Aufstellung und brachte für Josef Rodler Christoph Hegenbart und für Reich, der nicht ins Spiel kam, Alexander Jobst. Am Spielverlauf änderte dies nichts, Bamberg blieb tonangebend und hatte die besseren Möglichkeiten. Benedikt Leicht aus 18 Metern (49.), Luca Ljevsic per Freistoß (52.), Simon Schmoll (53.) scheiterten jedoch am SpVgg SV-Schlussmann, ehe auch Makrigiannis und Daniel Schäffler vergaben (58.).
Das Auslassen dieser Hochkaräter sollte sich dann bitter rächen: Nach einer kurz ausgeführten Ecke stand Andreas Wendl am Elfmeterpunkt goldrichtig und markierte nach 69 Minuten das 1:0 für die Oberpfälzer, was gleichzeitig den Endstand bedeutete. „Am Ende frägt niemand nach wie wir die drei Punkte geholt haben“, so Koller, dem aber klar war, dass am Samstag um 16 Uhr zu Hause gegen den 1. FC Sand wieder an die spielerische Leistung von Erlenbach angeknüpft werden muss.

