Weiden. „Die Mannschaft hat kapiert, worum es geht“, sagt Weidens Trainer Milan Mazanec nach dem Spiel in Rosenheim (2-7). „Die drei Punkte, die in Weiden verteilt werden, könnten am Ende doppelt zählen“, so der Coach vor der Partie gegen Lindau. Marschroute und Ausgangslage waren in diesem wichtigen Spiel mit Play-Off-Charakter also klar. Beide Mannschaften hatten ein Ziel: Sich auf die eigene Scheibenkontrolle zu kontrollieren und möglichst wenige Fehler zu machen.
Von Jürgen Masching
Das erste Drittel war geprägt von vorsichtigem Eishockey auf beiden Seiten. Große Chancen kamen nicht so richtig auf. Nach der ersten Strafe gegen den Weidener Adam Schusser hatten die Lindauer ein paar Möglichkeiten, ließen sie aber ungenutzt. In der 13. Minute zog Berry Noe von der blauen Linie ab, Torwart Zobolotny ließ abprallen und Josef Straka netzte ein.
Im 2. Drittel starteten die Blue Devils furios. Bereits in der 23. Minute schlug es im Kasten der Islanders ein. Marco Pronath war auf Vorlage von Josef Straka der Torschütze. Schon nach einer Minute zappelte der Puck schon wieder im Netz der Lindauer, als Matt Abercrombie einschoss. Gleich darauf nahm der Lindauer Trainer eine Auszeit, um seine Mannen aufzuwecken. Dies gelang soweit, dass sich die Lindauer gute Chancen herausspielten. Doch Blue Devils-Tortwart Johannes Wiedemann konnte bis zum Drittelende seinen Kasten sauber halten. Schiedsrichter Daniel Kannengießer brachte sich zwischenzeitlich mit fragwürdigen Entscheidungen ins Rampenlicht, als die Partie zum Ende des Drittels etwas härter wurde.
Glanzleistung im Weidener Tor
Im letzten Drittel versuchten die Lindauer besser ins Spiel zu kommen, was ihnen auch gelang. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Weidener Tor. Doch entweder vergaben die Spieler des EV Lindau die Chancen oder Johannes Wiedemann glänzte im Tor der Blue Devils. Dass Tom Pauker in der 50. Minute für zwei Minuten auf der Strafbank saß, wäre die Chance für die Lindauer gewesen, einen Anschlusstreffer zu erzielen. In der 57. Spielminute nahmen sie ihren Torwart raus, um noch ein Tor zu erzielen. Für genau 13 Sekunden, denn dann leistete sich Tim Brunnhuber einen unnötigen Bandencheck im Angriffsdrittel, der ihm eine Strafe von 5 Minuten plus Spieldauer einbrachte. Somit war die letzte Möglichkeit für die Lindauer dahin. Schlimmer noch, in der 59. Minute traf Josef Straka per Schlagschuss zum Endstand von 4:0.
Alles in allem ein verdienter Sieg für die Blue Devils, die dadurch wieder Punktgleich mit dem EV Lindau sind. Tortwart Wiedemann wurde zu Recht als bester Spieler bei den Blue Devils ausgezeichnet.
Bilder: Jürgen Masching

