„Wir wussten nach dem Spiel alle nicht so recht, ob wir lachen oder weinen sollen“, meinte Weidens Trainer Niklas Deml. Die Niederlage spielte dabei keine große Rolle; Hin- und Rückspiel werden aufaddiert, sodass man jetzt einen Halbzeitstand von lediglich einem Treffer im Minus aufweist, kein großes Defizit im Handball.

„Selbstverständlich ist Hersbruck nach dem Hinspiel nicht durch und es ist alles offen im Rückspiel. Ich denke, der Frust ruht vor allem daher, dass wir das Gefühl hatten, dass nicht Hersbruck uns geschlagen hat, sondern wir uns selber“, so Deml.

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Für den HC Weiden spielten:

Bräunlein, List-Hermann (10), Richthammer (6/1), Scheidler (5), Hauer (4), Häuber (3), Szameitat (3), Schlosser (1), Arnold, Hanauer, Eichinger, Ruhland, Valusova

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Zu viele individuelle Fehler verhinderten, dass sich der HCW absetzen konnte. „Gegen einen so schnellen Gegner wie Hersbruck tun technische Fehler doppelt weh, weil sie diese umgehend bestrafen“, meinte Mannschaftsführerin Sarah Eichinger nach dem Spiel. „Vorne werfen wir den Ball weg und bekommen prompt den Gegentreffer über eine erste oder zweite Welle.“

HC-Damen beginnen äußerst nervös

Die Weidenerinnen begannen tatsächlich besorgniserregend nervös. Schon in der Anfangsphase zeichnete sich ab, dass es nicht der Tag des HCW werden würde. Einzig das Torhüter-Duo List und Bräunlein verhinderten in den Anfangsminuten, dass man früh in allzu großen Rückstand geriet.

Niklas Deml nahm folgerichtig bereits nach sieben Minuten die erste Auszeit (6:3), die auch fruchtete. Man verstand es im Anschluss besser, die Räume über die Außenpositionen zu nutzen, die Hersbruck anbot.

Am Ende ging beiden Teams die Kraft aus

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich beide Kontrahenten nie entscheidend absetzen konnten. Positiv hervorheben will Deml dabei, dass das Team nie aufgab: „Hersbruck genauso wie wir haben kaum die erste Sieben vom Feld genommen. Für manche war das ein extrem intensives Spiel ohne Pausen und einige Spielerinnen sind an die absolute Grenze gegangen.“

Spürbar war das vor allem im letzten Viertel des Spiels, in dem beide Seiten genauso viele Fehler produzierten wie in den drei Vierteln davor zusammen. „Am Ende ist uns die Kraft ausgegangen und dadurch hat die Konzentration gefehlt. Hersbruck ging es aber ganz genauso, sodass auch am Ende niemand wegziehen konnte“, sagte HCW-Co-Trainern Maria Schlosser.

Halle in Hersbruck war in Weidener Hand

Beim HCW will man jetzt nach vorne blicken und im Rückspiel mit dem Heimvorteil eine Schippe drauflegen, so Deml: „Wir haben jetzt auswärts – mehr oder weniger – ausgeglichen und gehen mit 0:1 in das Heimspiel. Schon in Hersbruck war zumindest die halbe Halle blau-weiß. Im Heimspiel wird der Support nochmal deutlich größer ausfallen. Das kann in Weiden den Unterschied machen.“

Überlegungen im Rückspiel

Dazu wird man sich im HC-Lager Maßnahmen gegen die Manndeckung von Clara Richthammer überlegen müssen, die im Hinspiel ihr Debüt nach langer Kreuzbandverletzung feierte. Sie wurde bereits in der ersten Halbzeit kurz gedeckt.

Außerdem gilt es zu überlegen, wie man die torgefährlichen Außen- und Halbspieler Jennifer Hermann (10 Feldtore), Franziska Scheidler (5), Tamara Hauer (4) und Aileen Häuber (3) noch besser in Szene setzen kann. Dazu bereitete die drittligaerfahrene Rückraum-Linke des HC Hersbruck, Sara Thiel, den HCW-Verantwortlichen Kopfzerbrechen, die trotz kurzer Deckung neun Feldtore erzielen konnte.

Das Rückspiel in Weiden wird am Samstag um 18 Uhr in der Realschulhalle angeworfen. Eintrittskarten gibt es ausschließlich über die Abendkasse. Da mit einem großen Zuschauerandrang gerechnet wird, sollte man frühzeitig in die Halle kommen.