Grafenwöhr. 424 Kilometer in 16 Tagen, alleine von Weiden bis zum Nordkap, das ist der Rekord den Extremsportler Wolfgang Stöckl dem Skiclub Pistenschwinger Gössenreuth präsentierte. Bei der Jahreshauptversammlung des Skiclubs wurden auch die eigenen Aktivitäten vorgestellt.

Von Gerald Morgenstern 

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Im Nebenzimmer des Hotel-Restaurants Rattunde begrüßte Vorsitzender Harald Friedrich die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung. Ein aktives Vereinsjahr blätterte Friedrich in seinem Bericht des Skiclubs auf, der inzwischen 200 Mitglieder zählt. Birgit Regner stellte für Sportwartin Rosi Ohla viele Aktionen wie Skigymnastik, Nachtwanderung und Radtour vor Übungsleiterin Ingrid Schmidt absolvierte ihre Fortbildung. Mit drei Übungsleitern soll in der Saison 2019 je nach Schneelage wieder ein Skikurs in Immenreuth oder in Fleckl angeboten werden, wie Harald Friedrich berichtete. In Planung ist auch eine Familien-Tagesskifahrt und die Fahrt nach Südtirol. Termine geben die Pistenschwinger auf der Homepage des Vereins bekannt.

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Auch die finanziellen Verhältnisse des Skiclubs sind laut Schatzmeister Thomas Keck geordnet. Er betonte besonders die Spenden des gemeinnützigen Vereins hervor, unter anderem für das HVO-Fahrzeug, den fünfjährigen Basti aus Sulzbach Rosenberg, das Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach, die Heilpädagogische Tagesstätte „Sternschnuppe“ in Grafenwöhr und die Schule. Anerkennende Worte für den aktiven Skiclub fand zweite Bürgermeisterin Anita Stauber: Sie überreichte eine kleine Spende der Stadt und lobte insbesondere das Konzert der Pistenschwinger mit der Formation „Yellow Cab“. Mit 200 Gästen in der Aula der Schule war der Abend ein Highlight im kulturellen Leben der Stadt.

Alleine auf dem Rad zum Kap

2.2655 Höhenmeter überwand Wolfgang Stöckl bei seiner Strecke zum Nordkap. 214 Kilometer saß der Behinderten-Sportler an den 16 Tagen durchschnittlich im Sattel und stellte so bei den 3.424 Kilometern auf dem Weg zum Nordkap einen Rekord auf. Seinen Optimismus, Frohsinn und Sportgeist hat Wolfi Stöckl auch nach dem Verlust seines Armes nie verloren. Begeistert berichtete der Rothenstädter seinen Clubmitgliedern der Pistenschwinger Gössenreuth vom großen Abenteuer „Alleine mit dem Rad zum Nordkap“.

Impressionen der Fahrt durch Deutschland, Schweden, Finnland und Norwegen stellte er mit beeindruckenden Bildern vor. In heiteren Episoden erzählte „Wolfi Stöckl“ dass man auch in den Weiten der skandinavischen Landschaft nicht alleine ist und viel erleben kann. Mit einem Schnaps stieß er schließlich am 16. Tag unter der Erdkugel des Nordkaps auf seinen Erfolg an. Applaus gab’s von den Clubmitgliedern. Harald Friedrich überreichte ihm einen Obolus und das nagelneue Käppi der Pistenschwinger.

Bilder: Gerald Morgenstern