Weiden. Für den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden geht es Schlag auf Schlag: Nach dem 1:0-Heimsieg am Freitagabend gegen den 1. FC Sand ist die Mannschaft um Trainer Stefan Fink am Mittwoch schon wieder gefordert. Um 19.30 Uhr müssen die Schwarz-Blauen beim bislang ungeschlagenen SC Eltersdorf antreten.
Von Stephan Landgraf
Bislang läuft es für die Elf vom Wasserwerk in der neuen Saison ganz gut. Nach zwei Spieltagen und einem 3:3 in Großbardorf und dem 1:0 gegen Sand steht die neu formierte und verjüngte SpVgg SV mit vier Zählern auf dem siebten Tabellenplatz. „Wir haben einfach die Moral bewiesen, dass wir nach einem verschossenen Elfmeter kurz darauf das Tor machen“, lautete Finks Fazit nach dem Heimdreier gegen Sand.
Wohl wissend, dass die Partie am Mittwoch in Eltersdorf ein ganz anderes Kaliber werden wird. „Eine schwere Begegnung“, so der SpVgg SV-Coach. In der Tat. Denn die gastgebenden Mittelfranken haben in den letzten vier Spielzeiten jeweils einen einstelligen Tabellenrang eingefahren, schafften in der Saison 2011/12 als Bayernliga-Neuling als Tabellendritter sogar den Durchmarsch in die Regionalliga, aus der sie jedoch ein Jahr später postwendend wieder absteigen mussten. Der SCE legte heuer einen Start nach Maß hin und kann nach dem 3:2 daheim gegen den FSV Erlangen-Bruck und dem 2:1 auswärts beim SV Erlenbach zwei Sieg verbuchen.
SC Eltersdorf mit eingespieltem Team
Was aber nicht verwundert, denn Trainer Bernd Eigner steht ein eingespieltes Team zur Verfügung, das viele Akteure mit Regionalliga-Erfahrung in seinen Reihen hat. Zwar verließen Daniel Grieß, Fabian Stange (beide Ziel unbekannt), Christopher Uwadia (SC Feucht), Rico Röder (ASV Vach), Tim Zessinger (Baiersdorf) und Patrick Hagen (Jahn Forchheim) den Verein, doch mit Filip Tadic (FC Serbia), Branislav Dipanov (Jugoslavia Erlangen), Bastian Herzner (SV Seligenporten), Maximilian Göbhardt (Jahn Forchheim) und Tugay Akbakla (TSV Kornburg) kamen Spieler zum SC, die diese Lücke zweifelsohne nahtlos ausfüllen können. Somit ist es auch zu erklären, dass sich die Mittelfranken auf ihrer eigenen Homepage gegen die SpVgg SV Weidne als „leicht favorisiert“ ansehen.
Die Außenseiterrolle, die damit den Oberpfälzern zufällt, dürfte ihnen durchaus gefallen. Denn auch schon in Großbardorf nahmen sie diese gerne an und überraschten mit dem Remis. Allerdings ist Cheftrainer Fink durchaus bewusst, dass bei seiner Mannschaft noch nicht alles Gold ist, was glänzt: „Nach der Halbzeit hat, besonders nach der gelb-roten Karte für Stefan Graf, hat Sand den Ton angegeben. Was uns einfach noch fehlt, ist die Ruhe im Konterspiel“, blickt Fink auf die letzte Partie zurück und erhofft sich für den Auftritt in Eltersdorf Besserung. Dazu kann er personell aller Voraussicht erneut aus dem Vollen schöpfen.

