Weiden. 20 Minuten hui, 60 Minuten pfui – der Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden hat am Samstag vor 250 Zuschauern im Heimspiel gegen den 1. SC Feucht eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und präsentierten sich nach dem Anschlusstreffer der keineswegs übermächtigen Mittelfranken ideenlos, konzeptlos und planlos.

Von Stephan Landgraf/SpVgg Presse

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Am Ende setzte es ein 2:5 (2:2), durch das die Weidener um Trainer Tomas Galasek bedrohlich nahe an die Abstiegsregionen rückten. Durch Treffer von Lukas Hudec (3.) und Benjamin Werner (13.) gingen die Gastgeber schnell in Führung. „Da dachte ich mir, die rennen uns nieder und wir gehen mindestens mit einer 0:6-Niederlage nach Hause“, dazu der Feuchter Trainer Klaus Mösle.

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Ein Freistoßtor des Ex-Weideners Mathias Heckenberger, unhaltbar ins rechte obere Eck (32.), und gleich darauf ein herrlicher Alleingang von Michael Nowak (33.) zum 2:2 brachte die SpVgg SV-Akteure um Kapitän Thomas Wildenauer total aus dem Konzept. Ein Foulelfmeter durch Stephan König (52.), erneut ein Freistoß von Heckenberger (66.) und das 2:5 durch Michael Eckert (90.) versetzten Weiden den Todesstoß.

Keeper Dominik Forster griff in dieser Saison bereits 30 Mal hinter sich und sein Team steht nun auf Tabellenplatz elf. Coach Galasek stand dieser Niederlage sehr gefasst gegenüber. „Gratulation an Feucht, Heckenberger hat uns fast ganz alleine vom Platz geschossen. Ich muss über dieser Partie erst einmal eine Nacht schlafen“. Er mache seinem Team keinen Vorwurf.

Wir haben alles versucht, das Spiel wieder herumzureißen

Die 250 Zuschauer, es waren einige Feuchter Fans im Weidener Stadion, sahen dies aus SpVgg SV-Sicht schon etwas skeptischer. Die Kritik an manchem Stammspieler war groß und es herrschte Unverständnis, dass sich der Bayernligist so locker ausspielen ließ, immer einen Schritt zu spät war und gerade bei den Standards so versagte.

„Nach den sehr guten 20 Minuten fehlte meinem Team erneut das Selbstvertrauen. Uns fehlen einfach die Standardsituationen und es muss uns endlich gelingen, die Fehler abzustellen“, so Galasek. Sein Gegenüber Mösle brachte es auf den Punkt: „Unser Sieg war nicht unverdient, aber vielleicht ein Tor zu hoch“. Für Weiden gehen nun schwere Zeiten ins Land, denn Aschaffenburg am Samstag um 14 Uhr ist erneut ein sehr schwerer Auswärtsgegner.