Weiden. Die Landung ist nicht wirklich sanft gewesen. Aber die Bayernliga-Fußballer der SpVgg SV Weiden stecken nach dem 0:4 vom Mittwoch beim SC Eltersdorf den Kopf nicht in den Sand – im Gegenteil. „Ich erwarte eine geschlossene Mannschaftsleistung“, so Cheftrainer Stefan Fink vor dem nächsten Heimspiel.
Von Stephan Landgraf
Zu dem gastiert am Samstag ab 16 Uhr der aktuelle Tabellenzweite Würzburger FV im Sparda-Bank-Stadion am Wasserwerk. „Der WFV ist ein weiterer starker Gegner, der da auf uns wartet“, so Stefan Fink. Eine vollkommen richtige Einschätzung, denn die Unterfranken, die in den letzten vier Spielzeiten in der Bayernliga Nord nicht über einen zweistelligen Mittelfeldplatz hinaus gekommen waren, überraschen aktuell die Fußball-Kenner. Die Mannschaft von Trainer Marc Reitmaier, der in dieser Saison erstmals auf der Bank des WFV sitzt, holte in den ersten drei Spielen nämlich drei Siege.
WFV-Neuzugänge haben viel Qualität
Mit den Erfolgen gegen Schweinfurt (2:0), Erlangen-Bruck (4:0) und am Mittwoch gegen Erlenbach (2:1) ist aktuell der zweite Tabellenrang, punktgleich mit der DJK Ammerthal, verbunden. Zwar verließen gleich 17 Akteure nach dem Ende der Spielzeit 2016/17 den WFV, aber mit Jonas Greim (SpVgg Bayern Hof), Ben Müller (1. FC Nürnberg), Jan Krämer, Sebastian Fries und Jannis Thein (alle Würzburger Kickers) kam ungemeine Qualität in den ohnehin noch personell breiten Kader von Coach Reitmaier.
Die fehlt der SpVgg SV Weiden etwas, was Fink schon vor dem Saisonstart bemängelte. Dennoch zog sich seine neu formierte Mannschaft bislang durchaus achtbar aus der Affäre. Mit vier Zählern aus drei Partien rangieren die Schwarz-Blauen momentan auf dem neunten Platz. Allerdings war der Auftritt am Mittwoch in Eltersdorf nur bedingt zufriedenstellend. „Eltersdorf wird am Ende ganz weit vorne zu finden sein. Aus der Niederlage müssen wir die entsprechenden Lehren ziehen, wobei der SCE einfach besser war als wir“, so Fink.
Chancen besser verwerten
Dazu gehört zweifelsohne die bessere Verwertung der sich bietenden Tormöglichkeiten. „Wenn wir die in der ersten Halbzeit genutzt hätten, wäre Eltersdorf sicherlich nervös geworden“, blickt Fink zurück. Der kann, nachdem sich am Mittwoch kein Akteur verletzt hat, erneut personell aus dem Vollen schöpfen.

