Weiden. In einem insgesamt unterhaltsamen Derby spielten die Blue Devils zunächst stark mit und führten zur ersten Pause mit 2:0. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste dann immer zwingender. Durch fünf Treffer im Schlussabschnitt entführten die Oberfranken letztlich verdient die Punkte.

Von Chris Sternitzke

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Am Sonntagabend sahen die 2.110 Eishockeyfans lange ein offenes oberpfälzisch-oberfränkisches Derby. In der 46. Minute erzielten die Devils in Form von Tomas Divisek letztmals eine Führung zum 3:2. Diese glich Achim Moosberger umgehend aus. Das war für EV-Trainer Markus Berwanger eine Schlüsselszene:

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Der Knackpunkt war das schnelle 3:3,

erklärte der Oberbayer. Danach legten die Porzellanstädter mit drei Treffern noch einmal kräftig nach. „Wir haben immer mehr Druck erzeugt und haben dann zur richtigen Zeit die Tore erzielt um das Spiel zu drehen“, äußerte sich Gästetrainer Henry Thom nach der Partie.

Starkes erstes Drittel mit EVW-Führung – Selb schafft im zweiten Abschnitt Anschluss

In einem ansehnlichen ersten Drittel spielten die Hausherren stark mit und gingen in der fünften Minute sogar in Front. Eigengewächs Michael Kirchberger schloss einen Konter zum 1:0 ab. In der Folgezeit arbeitete die Defensive und „Goalie“ Fabian Hönkhaus sehr hart und ermöglichten dem VER keine Treffer. Der Gastgeber tauchte ebenfalls mehrere Male gefährlich vor dem Gehäuse von Marco Suvelo auf. Ein Break konnte Dominik Schopper zunächst nicht verwerten, besser machte es Jacob Laliberte, als er in der 16. Minute den 2:0-Pausenstand herstellte. Dieser war für Markus Berwanger etwas glücklich, so kommentierte er den Anfangsabschnitt: „Das erste Drittel war sehr ausgeglichen und hart umkämpft.“ Im zweiten Durchgang wurden die Blau-Weißen immer mehr in die Defensive gedrängt und zeigten sich weniger in der Offensive. Dennoch reichte es nur zu einem Treffer für die Oberfranken. Cody Mc Naughton (25.) traf zum Anschluss.

Hoher VER-Druck sorgt für fünf Gegentore

Im Schlussdrittel glich Torjäger Herbert Geisberger bereits nach einer Minute aus. Zunächst zeigten sich die Nordoberpfälzer davon unbeeindruckt und der Tscheche Tomas Divisek brachte die Devils mit einem satten Schuss (46.) erneut in Führung. Darauf antwortete Achim Moosberger gerade einmal sieben Sekunden später mit dem 3:3. Das schnelle Gegentor verkrafteten die Blau-Weißen nicht mehr und die Mannschaft verteidigte in der Folgezeit nicht mehr so konsequent. Das nutzten die Wölfe zu drei weiteren Treffern und dem verdienten Dreier. Den Sieg stellten Routinier Heilmann (49.), Pauker (53.) und Geisberger (57.) her.

Heimrecht in den Pre-Playoffs noch nicht sicher

Durch den Erfolg haben sich die Selber Wölfe die direkte Playoff-Qualifikation gesichert. Fürden 1. EV Weiden ist jedoch Platz acht und das Heimrecht in den Pre-Playoffs noch nicht in trockenen Tüchern. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den ERC Sonthofen, der noch zwei Spiele zu absolvieren hat. Die Allgäuer reisen nach Bad Tölz und empfangen den EHC Klostersee. Die Weidener haben es jedoch in eigener Hand, sich das Heimrecht zu schnappen. Dieses hätten die Oberpfälzer durch einen Sieg im einzigen Spiel am Wochenende gegen Schlusslicht EHV Schönheide inne.

Statistik:EV Weiden–VER Selb 3:6 (2:0) (0:1) (1:5) Tore: 1:0 (5.) Michael Kirchberger (Jacob Laliberte, Marcel Waldowsky) 2:0 (16.) Jacob Laliberte (Sebastian Wolsch, Philipp Siller), 2:1 (25.) Cody McNaughton (Landon Gare, Michael Maaßen), 2:2 (42.) Herbert Geißberger (Cody McNaughton, Christopher Schadewaldt), 3:2 (46.) Tomas Divisek (Philipp Siller, Sebastian Wolsch), 3:3 (46.) Achim Moosberger (David Hördler, Tom Pauker), 3:4 (49.) Daniel Heilman (Cody McNaughton, Kyle Piwowarczyk), 3:5 (53./5-4) Tom Pauker (Michael Maaßen, Daniel Heilmann), 3:6 (57.) Herbert Geisberger (Landon Gare) – Strafminuten: Weiden 10 – Selb 8 – Überzahlvergleich: Weiden 0/4 – Selb 1/5 – Zuschauer:2.110 – HSR: Maik Ansorg

Bilder: Oberpfalz-Aktuell / Masching