Weiden. Den Blue Devils reichte eine dreimalige Führung gegen den Traditionsclub nicht zum Erfolg. In der vierten Minute der Verlängerung sorgte Max Forster am Freitagabend dafür, dass der Zusatzpunkt nach Niederbayern ging. Bei den Hausherren überzeugte die erste Reihe, die alle drei Tore beisteuerte.
Für Oberpfälzer Sportfans bedeutete der Freitagabend Krimizeit. Die Handballjungs machten mit einem 34:33-Erfolg nach Verlängerung den Einzug ins Finale perfekt. Auch die Partie des 1.EV Weidens war richtig packend und es gab ebenfalls „Aufschlag“. Doch im Gegensatz zu den Handballern blieb bei den Blue Devils nach einer guten Leistung das Happy-End aus. In der Overtime, die ausgeglichen war, wie schon die 60 Minuten zuvor, sicherte Forster den Zusatzpunkt für den Traditionsclub.
Willaschek sorgt für die Pausenführung
Die faire Begegnung mit wenigen Strafzeiten begann ausgeglichen und die Teams begegneten sich mit viel Respekt. In der zehnten Minute durften dann die Devils-Fans, die wie die zahlreich mitgereisten Landshuter für viel Stimmung sorgten, zum ersten Mal jubeln. Willaschek sorgte nach schöner Vorarbeit von Ales Jirik für das 1:0. Der Führung ging ein sehr druckvoller Wechsel der überzeugenden ersten Reihe voran. Danach wogte das Spiel hin und her, doch weitere Treffer verhinderten im ersten Durchgang die beiden Torhüter Fabian Hönkhaus und Max Englbrecht.
Landshut gleicht im mittleren Abschnitt aus
Kurz nach dem Wiederbeginn agierte der Traditionsclub in Überzahl mit viel Druck. Ein Tor wollte den Niederbayern jedoch zunächst nicht gelingen. In der 27. Minute fiel dann jedoch der verdiente Ausgleich in Form von Patrick Jarret. Doch Weiden zeigte sich keineswegs geschockt und der gestern stark aufspielende Jakub Wiecki stellte nur eine Minute später auf 2:1. Beim Ausgleich der Niederbayern (33. Minute) machte der ansonsten gut agierende Devils-„Goalie“ Fabian Hönkhaus keine gute Figur. Einen Distanzschuss von Philipp Michl ließ der Ex-Freiburger passieren. In der Folgezeit waren die Gäste einen Ticken besser, doch die Oberpfälzer verteidigten konzentriert, was zu keinen weiteren Treffern führte. Für große Unterhaltung sorgte noch ein Faustkampf zwischen Marius Nägele (EVW) und Peter Abstreiter (EVL). Der Weidener entschied den Fight knapp für sich, doch beide wurden mit 2+2+10 Minuten auf die Strafbank geschickt.
Erneute Führung durch Wiecki reichte nicht aus
Der Schlussabschnitt blieb weiterhin eng und hart umkämpft. Mitte des letzten Durchgangs brachte erneut Jakub Wiecki die Gastgeber in Führung. Bis gut drei Minuten vor dem Ende hofften die Blau-Weißen auf drei Punkte. Doch Routinier Peter Abstreiter stellte mit dem 3:3 die Overtime her. In den letzten Minuten sowie in der Verlängerung hätte sich das Spiel sowohl zugunsten des EVW, als auch des EVL entwickeln können. Doch das bessere Ende hatte der Eislaufverein, als Forster in der 64. Minute den Hausherren den „sudden death“ versetzte.
Heute geht es für die Nordoberpfälzer im Allgäu beim ERV Sonthofen weiter. Der Konkurrent um das Heimrecht in den Pre-Playoffs unterlag gestern dem EHC Bayreuth mit 4:7. In den bisherigen Begegnungen blieben die Devils ohne Zählbares. Für die Truppe von Markus Berwanger bleibt zu hoffen, dass morgen der Tatort im Fernsehen der einzige Krimi bleibt und die Rückreise mit drei Punkten im Gepäck angetreten wird.
Statistik: EV Weiden – EV Landshut 3:4 n.V. (1:0) (1:2) (1:1) (0:1)
Tore: 1:0 (10.) Daniel Willaschek (Lubomir Vaskovic, Ales Jirik) 1:1 (27.) Patrick Jarret (Ondrej Pozivil), 2:1 Jakub Wiecki (Ales Jirik, Philipp Siller), 2:2 (33.) Philipp Michl (Max Englbrecht), 3:2 (Ales Jirik, Sebastian Wolsch), 3:3 Peter Abstreiter (Cody Thornton, Patrick Jarret), 3:4 (64.) Max Forster – Strafminuten: Weiden 20 – Landshut 18 – Überzahlvergleich: Weiden 0/2 – Landshut 0/3 – Zuschauer: 1.373 – HSR: Daniel Kannengießer

