Am Dienstag machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und ihre Partnerorganisationen in diesem Jahr auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Von 9 bis 18 Uhr ist zudem eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten viele Expertinnen und Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz – darunter auch Dr. Susanne Neumeier, Chefärztin der Schmerztagesklinik am Klinikum Weiden. Sie steht den Anrufern von 13 bis 16 Uhr telefonisch unter der Telefonnummer 0800 / 18 18 120 für Fragen zur Verfügung.

Über ein Viertel der Bevölkerung betroffen

Etwa 23 Millionen Menschen in Deutschland berichten von chronischen Schmerzen. Das ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung – damit zählen Schmerzerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck zu den großen Volkskrankheiten. Ob Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen oder Tumorschmerzen: Die Versorgung der Betroffenen ist in Deutschland nach wie vor lückenhaft.

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Statistiken zeigen, dass die Hälfte aller Schmerzgeplagten unzureichend behandelt wird. Information, Beratung und Aufklärung der Patientinnen und Patienten sowie ein Bewusstsein für Schmerzpatienten zu schaffen sind die wichtigsten Ziele des 13. bundesweiten „Aktionstages gegen den Schmerz“.

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„Ganzheitliches Konzept“

„Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein ganzheitliches Konzept, das neben einer individuell zugeschnittenen medikamentösen Behandlung auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, so Dr. Susanne Neumeier. „Zu den Behandlungsbausteinen können neben Medikamenten beispielsweise eine psychologische Beratung, Physiotherapie, Ergotherapie, ein Biofeedback und sportliche Aktivitäten gehören“, erklärt die Chefärztin.

Organisiert wird der Aktionstag von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., mit mehr als 3500 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Schmerzgesellschaft Europas.