Der Stadtrat informierte sich im „Zentrum für Rettungskräfte“ an der Grafenwöhrer Straße bei den Einsatzkräften. Die Freiwillige Feuerwehr Pressath, die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes, die „Helfer vor Ort“, die Schnelleinsatzgruppe und die Wasserwacht informierten ausführlich über ihre Arbeit sowie die räumliche und technische Ausrüstung.
Weitere Investitionen nötig: „Jeder Cent gut angelegt“
„Sie sollen einen Eindruck mitnehmen, wie sorgsam wir mit den Einsatzmitteln umgehen und wie wir uns in Zukunft aufstellen wollen“, sagte Feuerwehrkommandant Andreas Kneidl. Er verwies auf bisherige und anstehenden Investitionen in die Ausrüstung und den geplanten Anbau für das Dienstgebäude. Dies werde eine schnellere, sicherere und zuverlässigere Arbeit der Rettungsorganisationen ermöglichen. „Jeder Cent, der für uns eingesetzt wird, ist gut angelegt.“
Nicht unerwähnt ließ er, dass das Rettungskräftezentrum auch als Schulungsstätte von landkreisweiter Bedeutung diene. Deshalb sei wünschenswert, die Ausbildungsräume mit zeitgemäßen digitalen Tafeln, Mikrofon- und Lautsprecheranlagen zu bestücken. Eine „zeitnahe“ umfangreiche Modernisierung stehe bei der Schlauchpflegeanlage, die auch von Feuerwehren aus der Nachbarschaft genutzt werde, und bei der derzeit noch auf einer Gasbrenneranlage beruhenden Heizung bevor. Weitere notwendige Investitionen beträfen die Atemschutzgeräteausrüstung und -prüftechnik.
Jugendfeuerwehr entwickelt sich gut
Erfreut zeigte sich Kneidl, dass sich der Spielmannszug „glücklicherweise in der Coronazeit nicht aufgelöst hat“ und für neue Mitglieder offen sei. Die Kinderfeuerwehr sei seit ihrer Gründung 2021 auf zwei Dutzend Mitglieder gewachsen. Für sie wolle man den früheren Spritzenanhänger der Feuerwehr Zintlhammer zu einem Spiel- und Übungsgerät umbauen. Hierfür sagte Stadträtin und Gewerbering-Ehrenvorsitzende Charlotte Hautmann (CSU) eine 100-Euro-Spende zu. Auch die Jugendfeuerwehr für Zwölf- bis 17-Jährige entwickelt sich nach Kneidls Worten vielversprechend.
In einem Stadel unweit des Feuerwehrgerätehauses sind die Einsatzfahrzeuge der Rotkreuzbereitschaft und der Wasserwacht untergebracht. Daneben wurde ein Zelt für das batteriegetriebene Wasserwacht-Rettungsboot aufgestellt. „Verglichen mit den früheren provisorischen Unterstellplätzen ist das eine Verbesserung und fast schon ein Verwöhnprogramm, für das wir der Stadt dankbar sind“, betonte Florian Eibl. Er fungiert bei der Rotkreuzbereitschaft als „taktischer Leiter“ und ist Chef der „Helfer vor Ort“.
Anbau für Feuerwehrhaus: Machbarkeitsstudie
Dennoch freue man sich auf den Umzug in den geplanten Feuerwehrhaus-Anbau. Dort sei auch Platz für ein vom Bund angekündigtes Katastrophenschutzfahrzeug und einen Waschplatz für die Wasserwachtausrüstung, so Bereitschaftsleiter Thomas Rauch und Wasserwachtvorsitzende Sabine Wittmann. Bürgermeister Bernhard Stangl ließ wissen, dass die Stadt heuer mit den Arbeiten an einer Machbarkeitsstudie und einem Konzept für den Anbau beginnen wolle.
An die „Helfer vor Ort“ übergab er eine 200-Euro-Spende aus dem Erlös des Getränkeverkaufs bei der Bürgerversammlung als Anerkennung für deren ehrenamtlichen Dienst und „Obolus“ für ein dringend benötigtes neues Dienstfahrzeug. Schließlich richtete Feuerwehrkommandant Andreas Kneidl an den Stadtrat den „förmlichen Antrag“, die Stadt möge die Kosten für den Erwerb des Führerscheins der Lkw-Klasse CE durch bis zu zwei aktive Mitglieder pro Jahr finanzieren. Vorsitzender Marius Seitz kündigte an, dass die Wehr sich am 23. September an der landesweiten Informationsveranstaltung „Lange Nacht der Feuerwehr“ beteiligen werde.

