Grafenwöhr. Die Junge Union Kreisverband Neustadt/WN nominiert einstimmig Marina Placzek für den Posten der Vorsitzenden. Die Wahlen sollen im Mai oder Juni stattfinden. Ein Gegenkandidat ist nicht in Sicht.

Von Stefan Neidl 

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Der amtierende Vorsitzende des Junge Union Kreisverbandes Neustadt/Waldnaab Benedikt Grimm hatte bereits länger angekündigt, nach sechs Jahren nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren. Seine Kronerbin soll Marina Placzek aus Grafenwöhr werden.

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Placzek ist 27 Jahre alt und gelernte Bürokauffrau. Sie stammt aus Grafenwöhr und arbeitet als Assistentin der Geschäftsleitung bei einem Architekturbüro. Mit 14 Jahren ist sie bei einem Politpicknick der Jungen Union Grafenwöhr der Jugendorganisation beigetreten. In den vergangenen Jahren war sie dort und im Kreis recht aktiv: Sie ist sowohl stellvertretende Orts- als auch Kreisvorsitzende und war bei der Kommunalwahl 2020 Stadtratskandidatin der CSU sowie Kandidatin für den Kreistag auf der Jungen Liste.

Erste Frau als JU-Kreisvorsitzende?

Zuletzt hat sie den Kreisverband auch bei den Kreisvorsitzendenkonferenzen, den Sitzungen der bayerischen JU-Kreisverbände vertreten. Dabei hat sie offenbar der aktuellen Vorstandschaft imponiert: Placzek berichtet, dass die Suche nach Grimms Nachfolger bereits länger lief und sie schon vorher auf eine mögliche Kandidatur angesprochen worden war. Dabei habe sie stets signalisiert, bereit zu sein mehr Verantwortung zu übernehmen.

„Im Oktober hat mich Benedikt Grimm dann selbst angerufen und mich gefragt, ob ich mir den Kreisvorsitz der Jungen Union zutrauen würde. Ich habe sofort ja gesagt“, berichtet Placzek. Jetzt haben die Mitglieder sie bei einer Online-Kreisausschusssitzung einstimmig für den Vorstand nominiert. Ein Gegenkandidat ist nicht in Sicht, was Placzeks Wahl für den Vorsitz des größten JU-Kreisverbandes in Bayern mit über 1.000 Mitgliedern dann auch hochwahrscheinlich macht.

„Ich wäre die erste Frau, die den Kreisverband Neustadt leitet und trete in Fußstapfen von bekannten Persönlichkeiten wie Stephan Oetzinger, Ludwig Würth und aktuell Benedikt Grimm„, erzählt sie sichtlich stolz.

Ambitionierte Pläne für „Kind der großen Politik“

An der Politik fasziniert Placzek die Möglichkeit aktiv zu gestalten, mitzuwirken und sich einzusetzen. Bei den Wahlen 2020 hat sie gelernt, was Wahlkampf auf Kommunal- und Kreisebene bedeutet und war begeistert. Sie habe Feuer gefangen und ihr Ehrgeiz für den Kreisvorsitz oder noch höhere Ebenen seien geweckt worden, erzählt sie.

Ihre Vision als Kreisvorsitzende wäre ein „Wiederbeleben“ und aktiveres Auftreten der Jungen Union. „Ich möchte die Zusammenarbeit mit den 28 einzelnen Ortsverbänden stärken. Aktuell stellt die Junge Liste fünf Kreisräte, da geht vielleicht noch mehr.“ Von der Bedeutung des Kreisverbandes hat sie eine genaue Vorstellung. Sie sagt: „Der Kreisverband ist die Mutter der Ortsverbände und das Kind der großen Politik.“

Die Wahl findet auf der Kreisversammlung traditionell im Mai oder Juni statt – sofern Corona es zulässt, denn sie soll eine Präsenzveranstaltung sein. Der Ort ist noch offen, Placzek hätte die Veranstaltung aber gerne in den westlichen Landkreis gelegt. Dort sollen dann die Delegierten der Ortsverbände über ihre Kandidatur abstimmen.