Die Geflügelpest (HPAI) breitet sich aus. In Bayern sind inzwischen in verschiedenen Landkreisen weitere Vogelgrippe-Fälle bei Wildvögeln sowie einzelne Fälle bei Hausgeflügel amtlich festgestellt worden, wie ein Sprecher der Stadt Weiden erklärt. Betroffen sei auch ein großer Zuchtgeflügelbestand in Schwandorf.
Hohes Risiko entlang Gewässern
Die bisherigen Fundorte HPAI-positiver Wildvögel liegen zu einem weitaus überwiegenden Teil in Risikogebieten, das heißt in Gebieten, die eine dichte Vogelpopulation gerade auch hinsichtlich Wasser- und Zugvögeln aufweisen, wie zum Beispiel Gewässerbereiche. An der Grenze zwischen Landkreis Tirschenreuth und Neustadt gab es zum Beispiel zwei Funde entlang der Haidenaab.
„Vor diesem Hintergrund ist es notwendig die tierseuchenrechtlichen Maßnahmen anzupassen“, teilt die Stadt Weiden mit. Seit 8. März gilt deshalb eine Allgemeinverfügung für die Aufstallungspflicht von Geflügel in ausgewiesenen Hochrisikogebieten in Weiden, das heißt in den Gewässerrandstreifen 500 Meter seitlich der Waldnaab/Flutkanal.
„Die Tiere sind hier in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten“, heißt es seitens der Stadt Weiden. Die übrigen Biosicherheitsmaßnahmen sind ebenso einzuhalten.
Für Geflügelhaltungen – auch kleine Hobbyhaltungen – besteht übrigens Meldepflicht. Fragen beantwortet das Veterinäramt Weiden telefonisch unter 0961/817102.

