Pirmin Balk (30) ist der neue Kulturmanager in Grafenwöhr. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) stellte ihn nun auch offiziell dem Stadtrat vor. Er ist nun einen Monat auf seinem Posten und sagt selbst: „Ich komme immer besser rein und die Stelle ist schöner als erwartet.“ Bisher führt Balk noch die von seiner Vorgängerin Birgit Plößner geplanten Veranstaltungen aus, hat aber nach eigener Aussage schon erste Ideen für eigene Events.
Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark (CSU) wünscht sich eine Abstimmung mit den 68 Vereinen im Stadtverband. Dadurch sollen Terminüberschneidungen vermieden und traditionelle Feste besser organisiert werden. Außerdem forderte er Balk auf, im Gremium für den Stadtanzeiger mitzuarbeiten.
„Steinfelser Straß“ wird kleiner
Am geplanten Baugebiet „Steinfelser Straße“ bei Hütten mussten Änderungen unternommen werden. Die Größe wurde nun auf insgesamt 2,9 Hektar von zuvor geplanten 5,3 Hektar reduziert, statt 47 Parzellen sollen nur noch um die 30 kommen. Der Grund war eine Baulandbedarfsberechnung der Regierung der Oberpfalz – nach dieser wird Grafenwöhr bis 2036 etwa 10,5 Hektar Wohnbauland benötigen, der Bebauungsplan „Steinfelser Straße“ wäre nach dieser Berechnung überdimensioniert.
Mark störte sich an der vom Planer Matthias Fleischhauer vom Planungsbüro TB Markert aus Nürnberg nun aussortierten Fläche. Die weitergenutzte Fläche liegt zwar näher an der Straße, die jetzt nicht genutzte östliche Fläche sei für die Landwirtschaft dann aber unattraktiv. Knobloch konnte diesen Einwand nicht nachvollziehen.
Dorfladen gewünscht
Bei der Öffentlichkeitsbeteiligung gab es hauptsächlich Einwendungen bezüglich des Naturschutzes – die Stellen forderten weitreichende Kompensationsmaßnahmen. Gerhard Mark fragte nach einem Fußweg in den Ortskern, auch um die Bushaltestelle erreichen zu können. Ein solcher ist geplant.
Thomas Schopf (FW) verwies auf die ländliche Lage von Hütten und die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten. Er wünschte sich einen Dorfladen oder einen Verkaufsladen auf Rädern, möglicherweise für das gesamte Städtedreieck. Knobloch kannte den Bedarf: „Aber man braucht Leute, die so etwas machen. Alle wollen kaufen, aber keiner will verkaufen.“
Der Stadtrat stimmte den Änderungen einstimmig zu. Der Bebauungsplan muss nun erneut öffentlich ausgelegt werden.
Aufsichtsbehörde genehmigt Kredit
Die Stadt plant Kreditaufnahmen in Höhe von 379.150 Euro für das Jahr 2023. Diese Maßnahme wurde nun von der Rechtsaufsichtsbehörde genehmigt, da sie mit der dauernden Leistungsfähigkeit im Einklang steht.
Die Marktgemeinde Kirchenthumbach plant den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Sonnenpark Metzenhof“. Als Nachbargemeinde war Grafenwöhr zu beteiligen. Der Stadtrat erhebt keine Einwände, weist aber auf die Bedeutung von landwirtschaftlichen Flächen hin und regt eine Suche nach Alternativstandorten an.

