Jahresabschlusssitzung des Stadtrats: Zeit auf das Geschaffene zurückzublicken. Bürgermeister Edgar Knobloch sieht Konflikte auf der Welt und der Vertrauensverlust in die Politik als Problem für seine Stadt an: „Wir müssen auf kommunaler Ebene aufpassen, dass dieser Vertrauensverlust nicht auf uns übergreift.“ Für ihn heiße das sauber arbeiten und sich zum Wohle der Bürger einsetzen.

Dabei habe die Stadt viel geschafft. Straßensanierungen, Bauprojekte und Erschließung neuer Baugebiete bringen Grafenwöhr nach vorne. Die Feuerwehren konnten mit neuer Ausrüstung unterstützt werden. 2023 gab es 15 städtische Kulturveranstaltungen, für 2024 sind gleich 19 geplant – darunter die Großveranstaltung Nordgautag vom 20. bis 23. Juni. Mit dem Waldkindergarten kann die Stadt eine neue soziale Einrichtung begrüßen.

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625 Tagesordnungspunkte abgearbeitet

Knobloch sieht nach Corona eine Aufbruchstimmung in der Bevölkerung. Dies deckt sich für ihn auch mit der Arbeitsleistung des Stadtrats. 2023 gab es zehn Bauausschusssitzungen, elf des Stadtrats und acht für den Finanz- und Personalausschuss, eine für den Rechnungsprüfungsausschuss, zwei für die Fraktionsführer, zwei des Arbeitskreises Märkte, drei für den Arbeitskreis Nordgautag und mehrere des Verwaltungsrats der Stadtwerke. Insgesamt hat der Stadtrat 625 Tagesordnungspunkte abgearbeitet.

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Besonders herzliche Worte hatte der Knobloch für die erkrankte Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber. Sie hatte die vergangenen Sitzungen verpasst, nahm aber in der Weihnachtssitzung teil. Sie war kürzlich, gemeinsam mit Thomas Mayer mit der kommunalen Dankurkunde wegen ihrer Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung geehrt worden. Knobloch sagte zu ihr: „Wir vermissen dich sehr, nicht nur als Bürgermeisterin, sondern generell deine Anwesenheit. Wir wünschen dir viel Kraft für deine Genesung und freuen uns, dass du heute mit uns in dieser Runde sitzen kannst.“ Ein Dank galt auch der Dritten Bürgermeisterin Anita Heßler, die im Moment Knoblochs Stellvertreterin ist.

Geschichte aus der Nachkriegsmesse

Auch CSU-Fraktionssprecher Gerald Morgenstern ist zufrieden mit dem Geleisteten. Passend zur Adventszeit erzählte er eine Geschichte von Monsignore James Murray, der die Christmette 1945 in Grafenwöhr erlebte. In der verwüsteten Stadt feierten Soldaten, Flüchtlinge und Einheimische gemeinsam den ersten Weihnachtsgottesdienst seit sechs Jahren in Frieden. Seine Botschaft damals: „Grafenwöhr ist Bethlehem.“

Thomas Weiß, SPD, dankte den Betrieben, durch deren Steuern Grafenwöhr investieren kann. Mit dem Umbau der Verwaltungsgebäude, der Neugestaltung der Altstadt und dem demografischen Wandel stehen viele Herausforderungen an. Zu Weihnachten wünschte er sich nun, dass die Sanierung des Grundschulgebäudes voranginge.

Der Fraktionssprecher der Freien Wähler Thomas Schopf freute sich über das reichhaltige Kulturprogramm und dankte dem neuen Kulturmanager Pirmin Balk dafür. Anerkennung gab er den Bediensteten der Stadt und Gewerbetreibenden. Er hofft, dass die Finanzverwaltung stets den Spagat zwischen Gewünschtem und Möglichem schaffe.