Das ehemalige Bauhofgelände an der Thumbach soll Baugebiet werden. Die Entwürfe für das Baugebiet „Thumbachaue“ beschäftigen den Stadtrat bereits seit Jahren. Das Gremium hatte beschlossen, wegen öffentlichen Einwendungen Änderungen an den ursprünglichen Plänen vorzunehmen. Die Pläne mussten darum erneut öffentlich ausgelegt werden.
Die Stadt möchte kleinere, barrierefreie Wohnungen errichten, dazu soll ein großer Wohnblock entstehen. Wegen Hochwassergefahr im Süden war das gesamte Projekt bereits leicht nach Norden verschoben worden.
Keine neuen Einwände
Matthias Fleischhauer vom Stadtplanungsbüro TB Markert stellte die erneuten öffentlichen Einwendungen im Stadtrat vor. Fleischhauer hatte diese analysiert und kam zum Schluss, dass die ursprünglichen Einwände nur erneuert wurden, neue Punkte seien nicht dabei gewesen.
Vom Sachgebiet Wasserrecht und vom Wasserwirtschaftsamt fordert weiter ein wasserrechtliches Erlaubnisverfahren. Das Planungsbüro TB Markert und die Stadtverwaltung sehen jedoch keine Beeinflussung des Überschwemmungsgebiets durch die Planung.
Interessenkonflikt mit Anlieger
Ein Anlieger sorgte sich um die Grenzen seines Grundstücks, sieht sich in seinem Eigentum beeinträchtigt. Er sieht eine Unbebaubarkeit seines Grundstücks, wenn nicht ein Teil eines weiteren Grundstücks dazu erworben wird. Das Planungsbüro sieht hierbei einen Konflikt mit den städtebaulichen Zielen der Stadt, die nach Abwägung Vorrang hätten.
Das Grundstück eines weiteren Bürgers liegt im Bebauungsplan. Er nutzt dieses als Garten und plant keine Bebauung, weshalb er aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden möchte. Fleischhauer erwidert, dass durch den Bebauungsplan keine Verpflichtung zum Bau entsteht und zumindest die Option wünschenswert für die Zukunft sei. Darum wird dem Einwand nicht gefolgt.
Ökologische Baubegleitung gefordert
Der Naturschutz fordert noch vor Baubeginn eine Festlegung von Haussperling-Koloniekästen und Halbhöhlen-Nistkästen. Für TB Markert nicht sinnvoll, da die konkrete Bebauung noch gar nicht feststeht. Für Fledermäuse und Vögel soll bei einer möglichen Fällung von Quartierbäumen eine Ausnahme der Regierung der Oberpfalz eingeholt werden. Dafür soll eine ökologische Baubegleitung durchgeführt werden, um solche Bäume zu identifizieren und einen adäquaten Ausgleich festzulegen. Die Untere Naturschutzbehörde soll über die Ergebnisse informiert werden.
Thomas Schopf (FW) erkundigte sich nach den nördlichen Scheunen. Diese sollten erhalten bleiben, ob es Pläne für diese gäbe. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) erklärte, diese seien nicht geschützt, seien auch kein Bestandteil der Planung. Wenn auch dort Wohnungen entstehen sollten, wäre eine Nutzungsänderung nötig, ein Bebauungsplan an der Stelle existiere nicht.
Der Stadtrat beschloss einstimmig, das Planungsbüro zu beauftragen, die endgültige Planfassung des Bebauungsplans herzustellen.

