Im Rechenschaftsbericht des Leitungsteams erinnerte Co-Ortsvorsitzender Radim Völkl an das letztjährige Kinderfest Ende Juli, den Weinabend im Oktober, den vorweihnachtlichen Ausflug nach Regensburg und die Teilnahme am adventlichen Markttreiben im Dietl-Park. Ins neue Jahr sei man mit der Winterwanderung zur Zoiglgaststätte nach Pfaffenreuth gestartet, und am 14. Februar habe der traditionelle Valentinstagsbesuch im Seniorenheim mit Überreichung von Rosen an Bewohner und Personal angestanden. Auch das Faschings-Kaffeekränzchen im Haus der Vereine sei wieder möglich gewesen. Den Spielplatz am Weihertürl habe die Pressather SPD als Patenverein im April „auf Vordermann gebracht“ und am Muttertag vor dem Rewe-Markt „hunderte Rosen verschenkt“.
„Schimpfen ist leicht, tun ist schon schwerer“
Gegenwärtig zähle der Ortsverein 66 Mitglieder, wobei man leider mit Franz Floth, Christine Möller und Max Bösl drei Todesfälle habe beklagen müssen. Den in der Bevölkerung zunehmend verbreiteten Hang zu Nörgelei und Resignation bedauerte Co-Vorsitzende Silke Tanner und rief zu konstruktiver politischer Mitgestaltung der Stadtpolitik auf: „Wir können die Welt nicht verändern, wohl aber in unserer kleinen Stadt manches zum Besseren verändern. Schimpfen ist leicht, tun ist schon schwerer.“
Wo es Missstände gebe, sei gerade die SPD als „Partei des kleinen Mannes mit sozialer Grundeinstellung“ in der Pflicht zu handeln. Für die Stadtpolitik wäre auch wünschenswert, Bürgermeister Bernhard Stangl positiv zu unterstützen: „Man muss nicht jede Entscheidung toll finden, aber man sollte doch anerkennen, dass er den Mut zu Entscheidungen hat.“ Auch der Schwarzenbacher Bürgermeister und stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Thorsten Hallmann begrüßte Stangls Streben, „seine Agenda auf den Weg zu bringen“ und beispielsweise den Nahwärmeausbau zu forcieren.
Keine Abstriche bei den Feuerwehren
Eine zentrale Herausforderung sah Hallmann darin, verstärkt in den Brand- und Katastrophenschutz zu investieren, um etwa für Waldbrände gerüstet zu sein, wie sie sich klimawandelbedingt wohl öfter ereignen dürften. Wie wichtig ein gut ausgerüsteter und solidarisch vernetzter Brandschutz sei, habe der Waldbrand bei Parkstein-Hütten gezeigt: „Hier haben uns die beteiligten Wehren gemeinsam vor einer Katastrophe bewahrt.“ Umso weniger verständlich sei, dass es mitunter langwierige Diskussionen über die Ausstattung der Feuerwehren gebe.
Kein Verständnis brachte Hallmann für ein pauschalisierendes, ahnungs- und respektloses „Politiker-Bashing“ auf, zu dessen Zielscheibe auch Kommunalpolitiker gemacht würden und das mit berechtigter sachlicher Kritik nichts mehr zu tun habe: „Verbales Draufhauen und Schüren von Sozialneid stellt den demokratischen Grundkonsens in Frage, stiftet Unfrieden und spaltet die Gesellschaft.“ So sah es auch Bürgermeister Bernhard Stangl, der an die besondere Verantwortung der Sozialdemokraten erinnerte, „für die Demokratie einzustehen“ und Herausforderungen sozial verträglich zu bewältigen: „Wir brauchen kein Gepöbel, sondern Lösungen für die Zukunft.“ Dazu gehöre, die regionale Energiegewinnung aus regenerativen Quellen zu stärken, zumal dies auch die Energiepreise stabilisieren helfe und zur finanziellen Planungssicherheit der Kommunen beitrage.
Wieder Kindersommerfest
Gerhard Merkl dankte dem Bürgermeister dafür, dass die Stadt das Bahnhofsgebäude für die Kleidersammlungen des Missionskreises zugunsten der „Aktion für das Leben und die Hoffnung“ zur Verfügung gestellt hatte, nachdem deren Initiator Hans Karl sein bisheriges Depot hatte aufgeben müssen. Eine für den Kosovo bestimmte Kleidersammlung sei für Herbst geplant. Die unzureichende Bereitschaft zur Organspende beklagte Helmut Bruhnke von der „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung“, deren Grafenwöhrer Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung er leitet. Seinen Vorschlag eines Informationsabends zum Thema Organspende griff SPD-Co-Ortsvorsitzende Silke Tanner bereitwillig auf.
Abschließend informierte Tanner über die bevorstehenden Aktivitäten des Ortsvereins wie das Ferienprogramm-Kindersommerfest am 30. Juli, die Winterwanderung im Januar 2024. Bei der für September vorgemerkten städtischen Open-Air-Musikveranstaltung am Kiesi-Beach werde man an der Bar mitarbeiten und sich auch wieder aktiv am Adventsmarkt im Dietl-Park beteiligen. Auch zum Zoiglwanderung am 16. September und zum Weinfest im Oktober lade man wieder ein.
Zu Delegierten für die Europawahlkreiskonferenz wurden Radim Völkl und Silke Tanner, zu Ersatzdelegierten Werner Walberer und Sabine Eichermüller gewählt.


Ich darf mir vielleicht den Hinweis erlauben: Der Artikelverfasser ist Bernhard Piegsa, also meine Wenigkeit. Es wäre schön, wenn der Verfassername korrigiert werden könnte. Vielen Dank.
Hallo Herr Dr. Piegsa, vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Korrektur bereits vorgenommen. Viele Grüße Sonja Popp