In Speinshart soll es die Sonne richten, damit die Kommune gut mit Strom versorgt wird. Der Energieumbau sei laut Bürgermeister Albert Nickl in vollem Gange. Mit Blick auf den Solarpark Barbaraberg, auf die Planungen zur Errichtung von Fotovoltaik-Freiflächen auf einem ehemaligen Bauschuttplatz und PV-Dachflächen auf dem Schulgebäude und auf dem Gebäude der Kläranlage geht die Gemeinde in Richtung einer rechnerisch autarken Versorgung mit Solarstrom.
OTH beschäftigt sich mit weiteren Überlegungen
Gibt es zusätzlich noch weitere Möglichkeiten, freie Dachflächen kommunaler Liegenschaften für die Solarstrom-Gewinnung zu nutzen? In Frage kommen die Gemeinschaftshallen in Tremmersdorf und Münchsreuth, Kindergarten, eine Vollbelegung der Grundschul-Dachflächen, Wasserhaus, Gemeindezentrum und der künftige neue Bauhof. Überlegungen, mit denen sich im Auftrag der Gemeinde das Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden beschäftigte. Bereichsleiter Patrick Dirr stellte die Schlussfolgerungen bei einer Gemeinderatssitzung im Rahmen einer PV-Potentialanalyse vor.
Die errechneten PV-Jahreserträge bei einzelnen Gebäuden bis zu 167.000 kWh ließen Bürgermeister und Gemeinderäte aufhorchen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse war für den Rat auch die wirtschaftliche Betrachtung möglicher Anlagenvarianten, ökologisch, gewinnoptimiert und als Variante mit Volleinspeisung von Bedeutung. Umfangreiche Erhebungen mit Investitionskosten, Eigenverbrauchsquoten, Überschussberechnungen, Amortisationsdauer des eingesetzten Kapitals und CO₂-Einsparungen, die Patrick Dirr mit einem umfassenden Zahlenwerk erläuterte, die schließlich zu Handlungsempfehlungen führten.
Potenzialanalyse mit vielen
Bemerkenswert ist die Empfehlung des Experten, auf Batteriespeicher zu verzichten. „Den häufig rechnen sich keine Stromspeicher“, so Patrick Dirr. „Eine insgesamt erfreuliche Analyse“, urteilte Bürgermeister Albert Nickl nach dem Bericht. Grundsätzlich lohne sich zum Beispiel eine Eigennutzung des Sonnenstroms besonders bei Immobilien mit tagsüber hohem Stromverbrauch, so eine weitere Erkenntnis aus der Potenzialanalyse. Schlussfolgerungen, die schrittweise zum Handeln führen sollen. Für die nächsten Finanzplanungsjahre kündigte der Bürgermeister jeweils Mitteleinstellungen von mindestens 30.000 Euro jährlich an.


Spezlwirtschaft statt transparente Energie- und Wärmeplanung für Haus und Auto Schon lange ist Nickl aufgefordert eine Wärmeplanung für Speinshart, insbesondere die neu geplanten Baugebiete wie Krummacker III vorzulegen. Stattdessen wurde vor kurzen eine Fernwärmeleitung aus Tremmersdorf in Richtung Kloster still und heimlich gebaut, von der den Bürgern die Zweckbestimmung vorenthalten wird. Still und leise, damit die Bürger zu spät merken, dass auch die Holznutzung aus den Speinsharter Wäldern nun nur noch nach Tremmersdorf geht und Holzrechtler sowie einzelne Bürger leer ausgehen. Gespannt kann man auch sein, ob der Photonenertragsfavorit der OTH „Gemeinschaftshalle und das Denkmal Hirthaus“ in Münchsreuth auch seine Rolle bekommt. Nicht zuletzt wurden die Betrachtungen der OTH ohne den Mobilitätsaspekt, also die Versorgung von Elektrofahrzeugen an der Schule usw. gemacht. Insofern ist die Planung und Betrachtung unvollständig. Aber bezahlt ist sie schon, wenn auch vom Steuerzahler.