Laut Bürgermeister Markus Bauriedl erwartet die Kommune eine Förderung von 80 Prozent. Das sind von den mit 60.500 Euro veranschlagten Planungskosten 48.400 Euro. „Bis Ende April muss bei der Regierung der Oberpfalz der Beschluss vorliegen“, sagte der Rathauschef. Seinen Worten zufolge soll das ISEK dem Aufbau eines Monitoringsystems dienen. „Wir werden das ISEK-Konzept betreuen und als Ansprechpartner gerne zur Verfügung stehen“, bot Carina Melcher vom beauftragten Planungsbüro Dömges Architekten AG, Regensburg, an und betonte im Rahmen der Analyse den Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung.
„Die Maßnahmen werden die Situation verbessern“
Großen Wert legte die Raumplanerin auch auf Klimaschutz, Energieversorgung, Barrierefreiheit oder Siedlungs- und Baustruktur. Nach ihren Aussagen sind darin unter anderem regenerative Energien, darunter Photovoltaikanlagen, die Wärmeversorgung, die Schaffung von Grünflächen. Eines der Augenmerke Melchners galt auch dem öffentlichen Nahverkehr sowie dem Fahrrad- und Fußverkehr. Mit der Umsetzung war sie sicher: „Die Maßnahmen werden die Situation verbessern.“
Laut Monika Seywald stelle etwa die Kreuzung am Marktplatz eine Barriere dar und zerschneide den öffentlichen Raum. Dass der Markt in puncto Barrierefreiheit aber schon viel gemacht hat, verdeutlichte die DiplomIngenieurin mit der Aussage, dass der südliche Marktplatz schon in Teilen barrierefrei sei. Außerdem sprach sie von einer homogenen Baustruktur und einer guten sozialen Infrastruktur mit dem Seniorenhaus.
Zusammenfassend befand Seywald, „dass ein gesamträumliches Nutzungskonzept erforderlich ist“. Nach den Worten der Stadtplanerin soll das ISEK innerhalb eines Jahres fertig sein. Dazu kündigte sie an: „Wenn die Analyse abgeschlossen ist, wird auch die Öffentlichkeit beteiligt.“ Dabei unterstrich sie die Wichtigkeit des gemeinsamen Austauschs. Der Hauptverwaltungsausschuss wird den Markt bei den einzelnen Veranstaltungen vertreten.
Weitere Beschlüsse
„Die Erschließung ist momentan nicht gesichert“, stellte der Marktgemeinderat zum Antrag auf Vorbescheid über die Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses oder einer Wohnanlage mit acht bis zehn Wohneinheiten in Waidhaus fest und erteilte kein gemeindliches Einvernehmen. Zustimmung gab es dagegen zum Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung einer Lagerhalle.
Schöffenwahl
Das galt auch für Susanne Armbruster, Thomas Dobmeier, Angela Forster, Rainer Labitzke, Johannes Stefinger und Heike Zetzlmann. Sie werden in die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl aufgenommen.
Bühnenüberdachung „Bäckeröd“
Bei der Bekanntgabe von Beschlüssen, die zuletzt nicht öffentlich gefasst worden sind, wies Bauriedl auf die Errichtung einer Bühnenüberdachung in Holzständerweise in der Freizeitanlage „Bäckeröd“ sowie auf die Beschaffung von Ersatzteilen und Instandsetzungsarbeiten in der Kläranlage hin.
Gebühren Trauungen
Den Informationen des Bürgermeisters zufolge wird sich die Gebühr für Trauungen außerhalb der Dienstzeiten von 70 auf 80 Euro erhöhen. „Bei Hochzeiten im Gemeindezentrum fallen künftig 100 Euro an“, kündigte er an und sprach von einem erhöhten Aufwand.

