Ausschlaggebend waren die Kostenschätzungen, die Bernhard Stangl zur Sitzung mitgebracht hatte: Mit etwa sechs Millionen Euro würde die Renovierung des rund 50 Jahre alten Bauwerks zu Buche schlagen, wovon die Stadt auch bei bestmöglicher Bezuschussung aus dem Städtebauförderprogramm und dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) noch rund drei Millionen selbst tragen müsste.

Andere Projekte zurückstellen

„Dieser finanzielle Aufwand würde uns wahrscheinlich zwingen, andere Projekte zurückzustellen, die in naher Zukunft verwirklicht werden sollen, wie etwa den neuen Stadtplatz oder noch anstehende Maßnahmen im Zuge des Dießfurter Dorferneuerungsvorhabens“, gab Stangl zu bedenken. Vor allem die CSU-Vertreter Andreas Reindl, Martin Schmidt und Max Schwärzer sowie Manfred Götz (SPD) teilten Stangls Sicht.

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Mit einem beträchtlichen finanziellen Aufwand würde lediglich ein Gebäude hergerichtet, das vor anderthalb Jahrzehnten sogar zum Abriss vorgeschlagen worden sei, ehe man sich für dessen Erhalt und Umbau zur Stadthalle entschieden habe. Stattdessen sollte die Stadt über einen mittelfristig zu realisierenden Neubau nachdenken, der voraussichtlich auch nicht teurer käme.

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Investition überreizt Finanzkraft der Stadt

Zum jetzigen Zeitpunkt überreize eine solche Investition jedoch die Finanzkraft der Stadt, und keinesfalls dürften andere, vordringlichere Projekte deswegen zurückstehen, zumal die Halle auch in ihrem jetzigen Zustand einstweilen noch ihrer Zweckbestimmung als Veranstaltungshalle gerecht werde. In diesem Sinne votierte der Stadtrat einstimmig dafür, lediglich das Hallendach zu sanieren. Über weitergehende bauliche Maßnahmen werde man beraten, sobald die finanzielle Situation dies gestatte. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Stadtrat dem städtischen Bauantrag für verschiedene bauliche Maßnahmen im Schulhaus Wollauer Straße.