Nach dem Rücktritt von Gerhard Stümpfl in der Juni-Stadtratssitzung war ein Platz vakant. Diesen besetzt nun Listennachfolger Helmut Amschler für die Freien Wähler. Der 67-Jährige wurde von Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) vereidigt. Stümpfl war neben Gerald Morgenstern (CSU) das langjährigste Mitglied des Stadtrats und besetzte viele Ausschusspositionen. Diese mussten ebenso neu vergeben werden. Im Hauptverwaltungsausschuss rückte sein Sohn Alexander als erster Stellvertreter auf, Amschler besetzte die des zweiten Stellvertreters. Dieser wird auch für Lisa Brandl (FW) jetzt die Freien Wähler im Finanz- und Personalausschuss vertreten. Brandl übernimmt für Stümpfl Gerhard als Stellvertreterin.

Viele Posten neu vergeben

Brandl rückt für Stümpfl in den Bau- und Umweltausschuss nach, Amschler wird für sie Stellvertreter. Im Kulturausschuss ersetzt Schopf nun Stümpfl, Amschler wird Stellvertreter. Im Rechnungsprüfungsausschuss rückt Amschler direkt für Stümpfl nach. Stümpfl war außerdem neben Conny Spitaler (SPD) stellvertretender Seniorenbeauftragter. Die Stadträte wählten Amschler einstimmig zum Stellvertreter von Thomas Mayer (CSU). Die Neubesetzung des Verwaltungsrats der Stadtwerke wurde hingegen gemäß einem Antrag der CSU auf eine spätere Sitzung vertagt.

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Beteiligung an Nachbargemeinden

Die Stadt Pressath plant die Aufstellung eines Bebauungsplans „Schwarzleite I“ mit integriertem Grünordnungsplan im Osten des Gemeindegebiets. Als Nachbargemeinde war Grafenwöhr anzuhören, die Stadträte erheben aber keine Einwände oder Anregungen.

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Anders bei den Vorhaben „Solarpark Oberweißenbach“ auf fünf Hektar und „Solarpark Reisach“  auf viereinhalb Hektar in Vilseck sowie dem „Solarpark Sassenreuth“ auf 12,2 Hektar bei Kirchenthumbach. In allen drei Fällen erinnert die Stadt an die Bedeutung und den Wert von landwirtschaftlich genutzten Flächen und regt die Suche nach alternativen Stellen für die Fotovoltaikanlagen an. Sie erhebt aber keine Einwände.

Großprojekt der US-Army

Die US-Armee plant den Bau eines „Operation Readiness Training Complex“. Die Investitionssumme liegt bei über 900 Millionen Euro. Viele bisher genutzte Gebäude stammen aus den 1950er Jahren. Für heutige Anforderung seien sie zu klein und entsprechen nicht mehr den Standards. In den Unterkünften seien häufig 40 oder mehr Soldaten untergebracht, während es nur noch zwölf bis 16 sein sollten. Eine Sanierung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Darum soll nun eine zweistöckige Offiziersunterkunft mit 57 mal 19 Metern Größe errichtet werden.

Weiter sieht der Training Komplex ein Hauptquartier für ein Bataillon mit 36 mal 20 Metern Größe, ein Hauptquartier für eine Brigade mit 43 mal 23 Metern und ein Verwaltungsgebäude mit 73 mal 26 Metern vor. Der Bauplatz ist kurz vor dem Standort des Deutsch-Amerikanischem-Volksfests in der Nähe des Camp Kasserine. Die Gebäude werden mit Fotovoltaikanlagen bestückt. Am vergangenenen Freitag kurz vor der Eröffnung des Volksfestes fand der offizielle Spatenstich statt. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat daran teilgenommen.