Knapp 2.100 Privathaushalte in der mittleren und nördlichen Oberpfalz haben sich 2024 unabhängig von teurem Öl und Gas gemacht und ihre Heizungen ausgetauscht. Dafür gab es Fördermittel nach dem viel geschmähten Heizungsgesetz von Wirtschaftsminister Robert Habeck in einer Gesamthöhe von 26,6 Millionen Euro, wie die Grünen-Landtagsabgeordnete Laura Weber mitteilt. Dumm nur: Die Förderung gibt es vielleicht nicht mehr lang. Obwohl selbst der BDI vor einer Abschaffung warnt.

Erfolgreiche Förderung in Gefahr

Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Förderreport der KfW-Förderbank. „Das ist ein großer Erfolg, der zeigt, dass die Menschen bereit sind, die Wärmewende umzusetzen. Die Förderung der Bundesregierung sorgt für regionale Wertschöpfung und dafür, dass die Menschen sich unabhängig von teuren Energie-Importen machen können“, sagt Weber. Leider sei nicht garantiert, dass das Heizungsgesetz und somit auch die Förderung nach der Bundestagswahl bestehen bleibe.

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Positionen von CSU und BDI

Die CSU hat bereits angekündigt, dass sie das Gesetz bei einem Wahlsieg streichen will. Weber weist darauf hin, dass inzwischen auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor einer Abschaffung des Gesetzes warnt: „Der größte deutsche Industrieverband forderte gestern, die Anstrengungen beim Ausbau der Windenergie zu erhöhen und das Heizungsgesetz nicht rückgängig zu machen. Nebenbei lobt er unsere grünen Klimaschutzverträge und unser Kraftwerkssicherungsgesetz.“

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Appell von Laura Weber

Den Worten der Grünen-Abgeordneten zufolge sei es „vollkommen unverantwortlich, diese erfolgreiche Förderung zurückzunehmen. Sie hilft uns, langfristig unabhängiger von teuren fossilen Energieimporten aus autoritären Ländern wie Russland oder Saudi-Arabien zu werden.“ Dadurch würden Heizkosten gespart und das Klima geschützt. „Die Bürgerinnen und Bürger in der Region müssen weiter beim Umstieg auf klimafreundliche, moderne Heizungen unterstützt werden“, so Weber.

Förderung in Zahlen

Im Einzelnen wurden im Landkreis Amberg-Sulzbach 453 Haushalte mit 5,8 Millionen Euro gefördert, im Landkreis Neustadt 492 Haushalte (6,3 Millionen), im Landkreis Schwandorf 604 Haushalte (7,6 Millionen), im Landkreis Tirschenreuth 349 Haushalte (4,3 Millionen). In der Stadt Amberg waren es 90 Haushalte (1,2 Millionen), in der Stadt Weiden 103 (1,4 Millionen).