In der Sitzung erinnerte Planer Josef Schöberl in seinem kurzen Rückblick daran, dass für die
Ausweisung des Baugebiets entsprechend dem Verfahren nur eine Auslegung notwendig geworden sei. Während der Auslegungszeit der Planunterlagen haben neun Träger
öffentlicher Belange Stellungnahmen abgegeben, von Bürgerseite kamen zwei Einwendungen.
Die Pläne lagen von 2. Dezember 2021 bis 3. Januar 2022 aus.
Aufgrund des Umfangs verzichteten Bürgermeister Reinhard Sollfrank und Josef Schöberl darauf, alle Stellungnahmen im Wortlaut vorzutragen. Das galt auch für die Einwendungen von privater Seite. Sonja Reichold (Die Grünen) stimmte gegen die Stellungnahme des
Landratsamts Neustadt/WN (Bauamt), ansonsten wurde allen weiteren Äußerungen der Träger öffentlicher Belange und den dazu vom Planer ausgearbeiteten Stellungnahmen und Abwägungen einmütig zugestimmt.
Angst vor Wasserschäden
Von privater Seite kamen die Einwendungen gegen die Bauleitplanung von der Interessengemeinschaft (IG) Amselweg, der sechs Familien angehören. Bürgermeister Reinhard Sollfrank berichtete, dass mit den Vertretern der IG ausführliche Gespräche stattgefunden hätten.
Die Einwendungen und Bedenken richteten sich laut Bürgermeister im Wesentlichen gegen Vernässungen der Wohngebäude am Amselweg und die Ängste, dass dadurch an den Häusern Wasserschäden resultieren könnten. Planer Schöberl stellte deshalb nochmals ausführlich die Art der Abwasserbeseitigung und die Möglichkeit zur Beseitigung des Niederschlagswassers über Zisternen vor. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass Wasserschäden an den bestehenden Gebäuden nicht zu befürchten seien.
Anschluss an Mischwasserkanal
Ein Mitglied der Interessengemeinschaft brachte nochmals Einwände vor. Doch auch dessen Bedenken wies Josef Schöberl zurück. Entgegen früheren Überlegungen werde der
Schmutzwasserkanal nicht an den bestehenden Kanal beim Amselweg, sondern an den Mischwasserkanal in der Straße Grün angeschlossen.
Sonja Reicholds sagt Nein
Mit 12:1 Stimmen beschloss der Marktgemeinderat den Bebauungsplan als Satzung. Gleichzeitig erkannte das Gremium mit dem Beschluss, dass keine weiteren Anhörungen mehr
notwendig seien. Zugleich stellte der Marktgemeinderat fest, dass die Einwendungen und Anregungen der Behörden und der Öffentlichkeit abgewogen seien.
Sonja Reichold begründete ihr Nein mit dem seinerzeit geäußerten Wunsch, beim Grundstück 1 mehr Flexibilität zu erwarten. Deshalb lehne sie den Bebauungsplan zwar ab, wolle aber
niemandem verwehren, dort zu bauen.

