„Es ist eine unendliche Geschichte“ – mit dieser fast schon resignierend klingenden Aussage leitete Bürgermeister Reiner Gäbl den Tagesordnungspunkt „Ausbau Paßenriether Straße“ ein. Dieser Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße beschäftigt den Markt Eslarn nämlich bereits seit mittlerweile sechs Jahren.
Keine Förderung für die letzten 200 Meter
Die Gemeindeverbindungsstraße weist starke Verdrückungen und Durchbrüche auf. Der Oberbau der nur 2,80 Meter bis 3,30 Meter breiten Gemeindeverbindungsstraße ist nicht frostsicher. Die mögliche Ausbaulänge beträgt 1.640 Meter. Die letzten 200 Meter werden aber von den Fördermöglichkeiten nicht abgedeckt, „weil in diesem Bereich kein praktizierenden Landwirt mehr ansässig ist“ , wie der Rathauschef erklärte.
Der Markt hat beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz die Berücksichtigung des Erschließungsvorhabens Paßenriether Straße beantragt, mit dem Ziel neue Erschließungswege zu den landwirtschaftlichen Einzelgehöften zu bauen. Eine Bezuschussung kann laut dem Vorlagebericht von Bauamtsmitarbeiter Daniel Biermeier nur mehr über das ELER-Programm erfolgen.
Ausbaukosten belaufen sich auf rund eine halbe Million Euro
Das wiederum bedeutet, dass die Anträge bei Auswahlrunden anhand vorgegebener Auswahlkriterien in eine bayernweite Rangliste aufgenommen werden. Die Bewilligung der Fördermittel erfolgt, so lange Geld vorhanden ist. Als förderfähige Kosten sind ein Bruttobetrag von 495.000 Euro ermittelt worden. Nicht förderfähig sind 101.000 Euro für den Teil der Errichtung der Wege, die zu keinem in Betrieb befindlichen landwirtschaftlichen Anwesen führen. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig den Ausbau der Paßenriether Straße im Rahmen des ELER-Programms.

