Generationswechsel im Stadtrat: 15 Jahre lang gehörte Wolfgang Graser dem Gremium an – nun machte er seinen Platz für Stefan Forster frei. „Ich möchte dir für die Art, wie du mit uns zusammengearbeitet und dich für die Bürger unserer Stadt eingesetzt hast, danken“. So würdigte Bürgermeister Bernhard Stangl in der Ratssitzung die politische Arbeit seines langjährigen zweiten Stellvertreters, der auch dieses Amt in der ihm eigenen besonnenen und verbindlich-engagierten Weise seit 2014 versehen hatte. Als symbolisches Dankeschön überreichte ihm der Rathauschef einen Präsentkorb und ein Stadtwappen aus Porzellan.

Weiterhin Akzente setzen

Im Leben der Stadt werde der pensionierte Finanzbeamte, der obendrein seit 2016 Sprecher der Fraktion des Freien Wählerblocks (FWB) war, gewiss weiterhin „in anderer Funktion“ Akzente setzen, war sich Stangl sicher. Rückendeckung für sein stadtpolitisches Wirken habe Wolfgang Graser stets von Ehefrau Irmgard erhalten, die künftig im Reparaturcafé als „Schmuckdoktorin“ mitarbeiten werde.

Werbung
Advertorial normal
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial

„Mir hat diese Arbeit Spaß gemacht, und sie würde mir auch weiterhin Spaß machen, zumal wir ja zu 99,9 Prozent gut zusammengearbeitet haben“, verabschiedete sich Graser: „Aber mit 70 Jahren ist es vielleicht an der Zeit, einen Schnitt zu vollziehen und Platz für einen jungen Nachrücker zu machen. Man weiß ja nicht, wie lange es noch weitergeht, auch wenn ich mal davon ausgehe, dass ich 100 werde.“

#1 beispiel full

Zu einem Team zusammenwachsen

Dem Kollegium wünschte er „weiterhin viele gute Entscheidungen für die Bevölkerung“ und fügte hinzu: „Manchmal knirscht es momentan ein bisschen – also schaut, dass ihr wieder etwas mehr zu einem Team werdet. Diskussionen, die der Bevölkerung nichts bringen, kosten nur Zeit.“

Die Ratsarbeit werde er weiterhin aufmerksam verfolgen: „Aber auch wenn mir eine Entscheidung mal nicht so gefallen sollte – einen Satz, den ich in 15 Jahren oft genug gehört habe, wird man von mir nie hören: ‚Was habt ihr jetzt wieder für einen Sch*** beschlossen?‘“ Anschließend wurde der 32- jährige Versicherungsfachmann Stefan Forster als neues Mitglied der FWB-Fraktion auf Grundgesetz, Landesverfassung und die Wahrung der kommunalen Selbstverwaltung vereidigt.

Neu zu besetzen war auch das Amt des dritten Bürgermeisters, in das der Stadtrat in geheimer Wahl die Leiterin der Kindertagesstätte St. Michael, Barbara Krauthahn, berief. Wie ihr Vorgänger Graser gehört sie dem FWB an.