Parkstein. Jahrhundertealte Gemäuer zu neuem Glanz erwecken, das kann selbst wohlhabende Gemeinden wie Parkstein an die Grenzen der finanziellen Möglichkeiten bringen. 6,8 Millionen Euro kostete die Sanierung des Landrichterschlosses, wobei 3,9 Millionen Euro förderfähig waren. Alleine 1,9 Millionen Euro flossen aus Mitteln der Europäischen Union.

Von Benedikt Grimm 

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Wie gut das Geld investiert ist, davon überzeugte sich Christian Doleschal, Spitzenkandidat der CSU Oberpfalz für das Europäische Parlament, bei einer Besichtigung mit Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und dem Kreisverband der Jungen Union. Altehrwürdige Holzbalken sorgen jetzt bei den Sitzungen des Gemeinderates für eine außergewöhnliche Atmosphäre. Wo neues Holz zum Einsatz kommen musste, wurde sogar an die Holzwurmlöcher gedacht um eine stimmige und denkmalschutzgerechte Sanierung zu gewährleisten. Neben dem Rathaus beherbergt das Landrichterschloss auch das Vulkanerlebnis Parkstein, das Schiffmann, zweite Bürgermeisterin Lydia Ebneth und Fraktionssprecher Georg Burkhard dem 30-jährigen Doleschal aus Brand im Landkreis Tirschenreuth präsentierten.

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Suspendierung der ungarischen Fidesz kluge Lösung

Bei der anschließenden „Europa-Lounge“ auf dem Vorplatz des Museums drehte sich die Diskussion unter anderem um den Umgang der EVP-Fraktion mit der ungarischen Fidesz-Partei. Ein kompletter Rauswurf der Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán hätte die Gefahr zur Folge gehabt, dass die Ansprechpartner verloren gingen, der Kontakt vollständig zum Erliegen komme und dass sich die nationalkonservative Fidesz weiter radikalisiere. Auf der anderen Seite dürfe man sich angesichts der Stimmen der ungarischen Abgeordneten auch nicht erpressen lassen. Diese Stimmen könnten bei der Wahl des bayerischen CSU-Spitzenkandidaten Manfred Weber zum Präsidenten der Europäischen Kommission eine wichtige Rolle spielen. Ein zu weites Entgegenkommen wäre folglich ein falsches Signal gewesen.

Deshalb halte ich die Suspendierung für die beste Lösung,

sagte Doleschal, der seit sieben Jahren als Vorsitzender an der Spitze der Jungen Union Oberpfalz steht und seit drei Jahren dem CSU Parteivorstand angehört.

Grundkonsens der Parteienfamilie notwendig

„Natürlich braucht die europäische Parteienfamilie einen gewissen Grundkonsens“, betonte der Rechtsanwalt, der für ein europaweit tätiges Bauunternehmen arbeitet. Dass das aber nicht immer ganz einfach sei, zeige schon das mitunter spannungsreiche Verhältnis von CSU und CDU. Der JU Kreisverband Neustadt und die CSU Parkstein hatten die Diskussionsteilnehmer zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Bilder: Benedikt Grimm