In Corona-Zeiten, in denen viele auf Reisen verzichtet haben, stellt man sich doch gerne ein Frühstück mit Berg- oder Meeresblick vor. Doch kaum bewegt man sich in Richtung Theke, wird man kurz vor der Essensausgabe durch eine Gruppe abgedrängt. Nach kurzer Neuorientierung öffnet sich eine Lücke an den Getränken, doch bevor man die Gläser und Tassen erreichen kann, reiht sich ein ganzer Bus Urlauber geschlossen ein und man steht hungrig und durstig vor einer langen Schlange.

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie es Störchen, Bekassinen und anderen Wiesenbrütern ergeht, wenn ein Hund oder Spaziergänger auf sie zuläuft. Die Vögel werden von der Nahrungsaufnahme abgehalten und müssen die Flucht ergreifen, was zusätzliche Energie verbraucht. Außerdem bekommen die Vögel die Nahrung nicht so leicht serviert wie ein Hotelgast, sondern es ist zeitaufwendig, Insekten und Weichtiere zu suchen.

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Vögel müssen schnell an Nahrung kommen

Bei vielen Störungen können die Vögel ihre Energiereserven nicht ausreichend auffrischen – und das hat negative Folgen für ihre Fitness, womit sie geringere Überlebenschancen haben.
Besonders im Frühjahr sind ihre Energiereserven weitestgehend aufgebraucht. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, müssen die Vögel deshalb sehr schnell an Nahrung kommen.

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Das gilt gleichermaßen für Arten, die bei uns überwintern, wie die Feldlerche, und für Zugvögel, wie Störche oder Wachtelkönige. Hier spielen die Wiesen im Landkreis eine äußerst wichtige Rolle als Insektenbuffet.

Rücksichtnahme auf heimische Tierwelt

Es ist verständlich, wenn man an den ersten warmen Tagen im Jahr die Natur genießen möchte. Das Landratsamt Tirschenreuth möchte aber gerade in diesen Tagen um Rücksichtnahme und um Schonung der heimischen Tierwelt bitten. Spaziergänger können ihren Beitrag dazu leisten, indem sie auf den Feldwegen bleiben und laute Geräusche mit elektronischen Geräten vermeiden.

Hundehaltern wird ans Herz gelegt, besonders im Frühjahr darauf zu achten, ob Störche, Reiher oder andere Arten in den umliegenden Wiesen zu sehen sind, und gegebenenfalls die Hunde nicht von der Leine zu lassen. Eine gute Lösung bieten Ausziehleinen, die den Hunden eine hohe Bewegungsfreiheit ermöglichen, aber dennoch nur einen gewissen Entfernungsradius zulassen. Das erhöht auch die Chancen, Störche, Feldhasen oder Rehe aus der Nähe zu erleben und die heimische Vielfalt zu schützen.