Den Vorwurf machte Werner Regers als Wahlleiter in der Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft Pleystein der Gemeinde. Bürgermeister Rainer Rewitzer und Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang machen bei einem Pressegespräch deutlich: Der eigene Bauantrag der Stadt für dieses Vorhaben wurde vom Stadtrat bei einer Gegenstimme aus dem Kreis der Freien Wählergemeinschaft genehmigt und im April 2019 beim Landratsamt Neustadt/WN eingereicht.

Stadträte waren mit Vorhaben befasst

Das Landratsamt Neustadt/WN hat für das Vorhaben mit Bescheid vom 30. Januar 2020 die Baugenehmigung erteilt. „Somit war jeder Stadtrat, auch die der Freien Wählergemeinschaft, über das Projekt informiert“, so die Stadtoberhäupter. 

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Beim Gespräch im Bürgermeisterzimmer blättern das Stadtoberhaupt und seine Vertreterin im Beschlussbuch des Stadtrates auch noch ein paar Jahre zurück. Damals waren die im April vergangenen Jahres ausgeschiedenen Stadträte, jetzt noch im Kreis der Freien Wählergemeinschaft aktiv, noch mit dem städtischen Vorhaben befasst.

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Pläne in Stadtratssitzungen 2017 besprochen

In der Stadtratssitzung am 12. Dezember 2017 erläuterte Stadtrat Stefan Voit den möglichen Hallenbau mit gleichzeitiger Berücksichtigung der Errichtung notwendiger Sanitärräume. Als Gesamtkosten für alle Gewerke wurde dem damaligen Stadtratsgremium ein Betrag von 830.000 Euro genannt. Bereits in der vorausgegangenen Sitzung am 14. November 2017 war das Thema auf der Tagesordnung, beim Ortstermin am 17. November 2017 erteilte der Stadtrat zwei Arbeitsaufträge. Letztlich errechnete sich im Jahr 2017 ein Aufwand von 987.700 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Der aktuelle Stadtrat wurde laut der Führungsspitze der Stadt auch vom aktuell ermittelten Kostenaufwand informiert, der trotz bekannter Preiserhöhungen im Baugewerbe bei Brutto 910.000 Euro liegt. „Diese Unterschreitung der Kostenschätzung ist für uns angesichts der Situation auf dem Baumarkt erfreulich“, betonte Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang. 

„Unverständlich warum von Schwarzbau gesprochen wird!“

Bürgermeister Rainer Rewitzer merkte an, dass für alle Stadträte und Bürgerinnen und Bürger nach der Erteilung der baurechtlichen Genehmigung für das Projekt mit den notwendigen Vorarbeiten begonnen wurde. Dazu gehörten unter anderem die Verlegung der Wasserleitung und eines neuen Kanals im Bereich Leuchtenberger Straße. 

Im Februar 2021 wurden dann die Aufträge für den Hallenbau und die Baumeisterarbeiten erteilt. „Für mich ist unverständlich, warum in der Öffentlichkeit von einem Schwarzbau gesprochen wird“, erklärte Andrea Lang. Der aktuelle Baustand zeige die Errichtung der Streifenfundamente aus Stahlbeton, die Fixierung der Ankerplatten und die Verlegung der Erdungsleitungen. 

Welche Baumaßnahmen sonst noch anstehen

Um weitere „Besorgnisse“ von Bürgerinnen und Bürgern über mögliche „Schwarzbauten“ auszuräumen, weisen Bürgermeister Rainer Rewitzer und Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang auf die weiteren Baumaßnahmen der Stadt in diesem Jahr hin. Es handelt sich um den Ausbau der Straße zur Bartlmühle, auch bekannt als Bischof-Wittmann-Straße, den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen Burkhardsrieth-Pfrentsch und Burkhardsrieth-Riedlhof, den Ausbau der Wasserversorgung Miesbrunn, die weitere Sanierung der Zottbachtalschule und den Breitbandausbau in verschiedenen Ortsteilen.