Landtagsdirektkandidat Bernhard Schmidt möchte, dass sich die Freien Wähler in der nördlichen Oberpfalz nicht länger an die Galionsfigur der Partei Hubert Aiwanger klammern. Die Freien Wähler seien personell viel breiter aufgestellt und bräuchten den Personenkult um Aiwanger nicht, sagte er am Dienstag bei der Jahreshauptversammlung der Kreisvereinigung Neustadt und Weiden im Schützenhaus.
Die Flugblatt-Affäre habe bewirken wollen, Aiwanger als Person „rauszuschieben“, um so die Freien Wähler in ihrer Gesamtheit zu schwächen. Das zeige, dass die Parteiarbeit auf mehrere bekannte Köpfe verteilt werden müsse. Diese Leute sollten dann aber auch nach außen hin sichtbar gemacht werden. „Wir haben diese Top-Leute auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene“, so Schmidt.
„Politik für die Zukunft“
„Wir machen Politik für die Zukunft“, unterstrich Schmidt weiter. Der zweite Bürgermeister von Erbendorf kandidiert auf Platz zwei der Oberpfalz-Liste und wähnt sich als Energieexperte. Momentan lägen die Freien Wähler im Wahlkreis in den Umfragen bei 22 Prozent, sagte er.
Auf mindestens 15.000 Stimmen hofft Bezirkstagskandidat Markus Schäffler. Der Rettungshubschrauberpilot betrachtet sich allein schon von Berufs wegen als Retter: „Ich bringe Basiswissen mit.“ Schäffler hofft auf fünf Bezirksräte aus Reihen der Freien Wähler. Ferner präsentierten sich Landtagskandidatin Petra Baierl und Bezirkstagskandidatin Gabriela Bäumler. Ihre Wahlparty will die Partei am 8. Oktober in der Stadthalle Erbendorf feiern.
Schließung von Kliniken ist „Irrsinn pur“
Kreisvorsitzender Karl Meier erwähnte in seinem Rechenschaftsbericht den Neujahrsempfang in München, den Besuch des Sommerfests und die Nominierungsversammlung in Schwandorf. Auch der Gastauftritt von Generalsekretärin Susan Enders in Erbendorf wurde hervorgehoben. Hierbei seien vor allem Gespräche mit freiberuflichen Hebammen und Krankenschwestern aus Kemnath im Mittelpunkt gestanden. Geplante Schließungen von Kliniken im Freistaat bezeichnete Meier, der sich auch als Gegner des Süd-Ost-Links betrachtete, als „Irrsinn pur“.
Karl Meier bleibt Kreisvorsitzender
In seinem Rückblick berichtete er auch vom Besuch des Umweltministers Thorsten Glauber. Der habe die Region bei Aufräumarbeiten von Altenlasten unterstützt. „Hoffen wir, dass er uns nach der Wahl noch lange als Umweltminister unterstützen wird und weitere Mittel zur Sanierung von Altlastenflächen fließen werden.“ Schmidt referierte über die Themenvielfalt Energie, ÖPNV, medizinische Versorgung und Glasfaserausbau.
Die Kreisvereinigung Neustadt-Weiden wählte Karl Meier zum Vorsitzenden. Stellvertreterin wurde Gabriela Bäumler, Schriftführer Markus Emmerich und Schatzmeister Christoph Franzeck.

