Tirschenreuth. Der Ortsrand wächst und im Ortskern gibt es immer mehr Leerstände und ungenutzte Brachen. Der Kern stirbt langsam aus. Mit dieser Entwicklung kämpfen viele Orte in ganz Deutschland. Dass es auch anders geht, beweist die Stadt Tirschenreuth.

Leerstände in Ortskernen beseitigen und neu nutzen – so lautet das übergeordnete Ziel. Dabei unterstützt die Städtebauförderung die Gemeinden mit interessanten Förderungen. Regierungspräsident Axel Bartelt besichtigte mit Bürgermeister Franz Stahl Vorzeigeprojekte in Tirschenreuth. Denn allein in den letzten 15 Jahren setzte die Stadt Tirschenreuth eine Städtebaumaßnahme nach der anderen um.

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Mehr Erholungsflächen, weniger Brachstellen

Die Zielsetzung lautet, den Stadtkern weiterzuentwickeln, öffentliche Plätze neu zu gestalten und Erholungsflächen zu schaffen. Aber auch um Leerstände zu revitalisieren und Industriebrachen zu beseitigen. Die Gesamtkosten der Städtebaumaßnahmen beliefen sich in Tirschenreuth zwischen 2004 und 2019 auf über 33,2 Millionen Euro, dafür konnten knapp 15,4 Millionen Euro Fördermittel des Bundes und des Freistaats Bayern zur Verfügung gestellt werden.

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Bartelt informierte sich bei seinem Besuch in Tirschenreuth über aktuelle Projekte, die mit Unterstützung der Städtebauförderung realisiert wurden oder in naher Zukunft geplant sind. Vor allem für die Umnutzung von leerstehenden Gebäuden und Brachflächen interessierte sich der Regierungspräsident.

Mir ist es wichtig, dass unsere Ortszentren weiterhin attraktiv und lebendig bleiben. Die Mitte ist das Herz jeden Ortes. Wir alle müssen uns darum kümmern, dass dieses Herz weiterhin schlägt.

Dabei kräftige Impulse gibt und dass Leerstände beseitigt werden, die das Ortsbild verschandeln“, erläuterte Axel Bartelt. Der Regierungspräsident bedankte sich bei Franz Stahl für das außerordentliche Engagement der Stadt Tirschenreuth bei der Umsetzung der Städtebaumaßnahmen. „Ich bin beeindruckt, was hier alles in den letzten Jahren mithilfe von staatlichen und kommunalen Mitteln bewegt wurde. Ich würde mich freuen, wenn wir diesen Weg auch künftig gemeinsam zum Wohle der Tirschenreuther Bürger so fortsetzen“, so Bartelt.

Investitionen für die Zukunft

Bürgermeister Franz Stahl betonte: „Auch in den kommenden Jahren werden wir kurz-, mittel- und langfristig in viele weitere Stadtentwicklungsmaßnahmen investieren. Dafür steht eine Summe von rund 42 Mio. Euro zur Verfügung. Diese setzen wir effektiv und professionell im Rahmen unseres Integrierten Stadtumbaukonzeptes ISUK ein.

Alles mit dem Ziel, die Lebensqualität weiter zu erhöhen.“

Bei einem Stadtrundgang besichtigten sie die verschiedenen Projekte. Dazu zählte die ehemalige Fronfeste, die als Lernstandort der OTH genutzt werden soll und das Haus St. Elisabeth, das altersgerechtes Wohnen und Räume für die soziale Einrichtung „Leben plus“ anbieten soll. Auch das Anwesen Maximilianplatz 38, das als Maßnahme „Rathaus 2“ bekannt ist und den Arkadenbau in der Bahnhofstraße 1 schaute sich die Runde genauer an.

Förderung zahlt sich aus

Neben den beispielhaft genannten Projekten gelang in Tirschenreuth mit Förderung durch die Städtebauförderung die Neugestaltung des Maximilianplatzes (Marktplatz), die Revitalisierung der Bahnhofsbrache (zusätzlich gefördert durch Mittel der EU) und die Modernisierung des Maximilianquartiers mit vier Wohn- und Geschäftshäusern. Zahlreiche private Gebäudesanierungen erhielten mit Hilfe der Städtebauförderung fachliche Beratung sowie eine Förderung im Rahmen des Kommunalen Förderprogramms.