Doch auch bei normalen Straßenverhältnissen ohne Rutsch- und Durchdrehgefahr wird die Stop-and-go-Prozedur leicht zur „Qual“ für Kupplung und Bremsen. Damit soll aber so bald wie möglich Schluss sein: Einstimmig beschloss der Bauausschuss des Stadtrats, die Vorfahrt an dieser Stelle neu zu regeln. Gemäß dem Wunsch mehrerer Bürger und in Absprache mit der Polizei wird die Hochstraße dann zur Vorfahrtstraße erklärt, für alle aus der Sonnenstraße Kommenden gilt „Vorfahrt gewähren“. „Die Anwohner werden rechtzeitig informiert, ab wann die Änderung in Kraft tritt“, versprach Bürgermeister Bernhard Stangl.

Keinen Erfolg hatte demgegenüber ein Dießfurter Einwohner mit seinem Antrag, auf der Höhe des Anwesens Pechhofer Straße 20, schräg gegenüber des Kieswerks, eine Schwelle auf der Fahrbahn anzubringen: Da an dieser Sackgasse nur der Industriebetrieb und ein Wohnhaus stünden, erkenne man hierfür keine Notwendigkeit.

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Verkehrskontrollen in der Reichweinstraße

Noch nicht endgültig entschieden hat der Ausschuss über künftige Verkehrskontrollen in der Reichweinstraße. Anwohner hätten sich wiederholt über „Gefahrensituationen“ beklagt, die durch Raser heraufbeschworen worden seien und vor allem Kinder, aber auch Haustiere gefährdet hätten, berichtete Bürgermeister Stangl. Auf Höhe des Hauses Reichweinstraße 36 habe die Stadt daraufhin eine Messstelle installiert, die während jeweils einer Woche Tempomessungen für den aus Richtung Schinnerstraße beziehungsweise Schlesierstraße kommenden Verkehr vorgenommen habe.

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Alles in allem seien in dieser Tempo-30-Straße rund 3,4 Prozent schneller als 40 km/h gefahren, wobei einzelne sogar mit mehr als 60 km/h unterwegs gewesen seien. Bei weiteren fast 40 Prozent habe man Geschwindigkeiten zwischen 30 und 40 km/h gemessen.

Für eine von Stangl zur Diskussion gestellte ständige Geschwindigkeitsmessung, die in dieser aus guten Gründen auf Tempo 30 begrenzten Wohnstraße vollauf berechtigt sei, sah zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) keinen dringenden Bedarf. Immerhin seien weit über 90 Prozent der Fahrzeuge mit weniger als 40 km/h unterwegs, wobei auch Geschwindigkeiten zwischen 30 und 40 km/h nach seiner Meinung noch in einem tolerablen Bereich lägen. Ähnlich sah es Sabine Eichermüller (SPD). Schwärzer befürwortete allerdings gelegentliche Messungen mit mobilen Geräten. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst.

Einmündung der Straße „Am Heidweg“

Vorerst keine baulichen Änderungen wird es an der Einmündung der Straße „Am Heidweg“ in die Kreisstraße NEW 5 geben: Das Staatliche Bauamt lehnte die von der Stadt geplante Beseitigung der gepflasterten Verkehrsinsel, die immer wieder durch darüber fahrende Kraftfahrzeuge beschädigt wird, und deren Ersatz durch eine mittels farbiger Markierungen gekennzeichnete Sperrfläche ab.

Die gepflasterte Insel, so die Behörde, sei ein besonders deutlicher Hinweis auf die Wartepflicht für Fahrzeuge, die das Industriegebiet Döllnitz verließen. Über eine Alternativlösung, etwa in Gestalt eines nur teilweisen Rückbaus der Insel, will die Stadt nun mit dem Bauamt sprechen.

Schluss mit Schlüsselchaos

Als änderungsbedürftig erachtete der Bauausschuss das „Schlüsselchaos“ im Haus der Vereine. Für alle Türen soll dort ein einheitliches Schließsystem geschaffen werden, sodass im Falle eines Brandalarms die Feuerwehr jeden Raum mit einem Generalschlüsselchip betreten könnte. Gleichartige chipgestützte Schließsysteme sind bereits in anderen städtischen Gebäuden im Einsatz. Die Türen zwischen Spielplatz und Vorraum des AWO-Heims sollen nach versicherungsrechtlichen Vorgaben umgerüstet und sicherer gemacht werden. Eine endgültige Entscheidung soll fallen, sobald Angebote eingeholt worden sind.

Abschließend informierte Bürgermeister Bernhard Stangl auf Anfrage von Barbara Krauthahn (FWB) über Optionen für die Unkrautbekämpfung auf dem Brückl-Spielplatz: Hier habe man Möglichkeiten gefunden, die sperrigen Unkrautbekämpfungsgeräte trotz schwieriger Zuwegungsverhältnisse zum Spielplatz zu transportieren. 2024 werde der TÜV die Anlage prüfen.

Andreas Reindl (CSU) kündigte an, eine Ortsversammlung für Riggau zu beantragen, bei der die Einwohner über Verfahrensstand und Planungen für die Reorganisation der Wasserversorgung in Kenntnis gesetzt werden sollen. Eine solche Versammlung habe auch er noch in diesem Jahr einberufen wollen, entgegnete der Bürgermeister.