Weiden. Die Situation der Arbeitnehmer vor Ort sowie die Forderungen der IG BCE zur Bundestagswahl 2017 sind bei einem Besuch von SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch bei der Gewerkschaft im Mittelpunkt gestanden. Bezirksleiter Hartmuth Baumann sowie Bezirkssekretärin Gaby Hübner zeichneten dabei ein differenziertes Bild von der Situation in Nordostbayern.

„Die Wirtschaft in der Region boomt. Doch wir merken auch, dass eine schlechter werdende Tarifbindung die Position der Beschäftigten in den letzten Jahren und Jahrzehnten geschwächt hat“, erläuterte Hartmuth Baumann.

Werbung
Advertorial mit Button
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial
mehr erfahren

MdB Uli Grötsch bestätigte die Wahrnehmung. „Die Menschen in unserer Region brauchen sichere, unbefristete und gut bezahlte Jobs. Die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird deshalb auch nach der Wahl mein erstes Thema bleiben“, versprach der Abgeordnete. Große Einigkeit herrschte auch bei der Diskussion über die bundespolitischen Herausforderungen in den kommenden Jahren.

#1 beispiel in-article

Weitere Reformschritte unabdingbar

Bezirkssekretärin Gaby Hübner erläuterte die Beschlüsse der IG BCE-Bezirksdelegiertenkonferenz, u. a. zu gleicher Bezahlung für vergleichbare Arbeit oder zur Rückkehr zu gleichen Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur gesetzlichen Krankenversicherung. Baumann ergänzte, dass der gesetzliche Mindestlohn sowie die Regulierung von Leih- und Zeitarbeit zu mehr Ordnung auf dem Arbeitsmarkt geführt hätten. Dennoch bedürfe es weiterer Reformschritte.

Grötsch verwies in diesem Zusammenhang auf das Wahlprogramm der SPD. „In der Großen Koalition war an vielen Punkten nichts mehr möglich. Bei der Rente, bei Arbeitnehmerrechten und auch in der Gesundheitspolitik haben wir klare Ziele formuliert, wie wir die Situation der Menschen verbessern und mehr Gerechtigkeit herstellen wollen.“