Die „Ehemaligen“ marschieren mit, weil sie wissen, dass die Krisenzeiten mehr denn je Zusammenhalt erfordern. Solidarität geht nicht in Rente ist die Losung. Besonders Rentnerinnen und Rentner wissen eine funktionierende Gemeinschaft zu schätzen. In der Pandemie wurde Landauf und Landab die Leistung der systemrelevanten Berufe in Reden und mit Klatschen sowohl von der Bevölkerung als auch der Politik anerkannt. Besonders die Geringverdiener gehörten zu denen, die täglich die Gesundheit riskierten und den Laden am Laufen hielten, so Manfred Haberzeth, Seniorensprecher von Ver.di im Café Bauer und bei der Kundgebung vor dem Rathaus. Sie dürfen nicht im Stich gelassen werden. Bei den Warnstreiks in Amberg, Weiden, Neumarkt und Sulzbach-Rosenberg waren deshalb auch die Senioren wieder mit dabei.
Jetzt kommen zu den Streitkräften der Öffentliche Dienst mit den Kommunen und Bundesbeschäftigten dazu, die Post führt die Urabstimmung durch. Während Gewinne und Steuereinnahmen steigen, bleiben die wahren Leistungsträger im Schatten. Über die Jahre 2022, 2023 und bei Laufzeiten teilweise bis 2024 sehen sich Beschäftigte und auch Rentner Preissteigerungen von fast 20 Prozent gegenüber. Ein Ausgleich ist unausweichlich. Streiks sind dazu ein Mittel zur Lösung. Tarifverträge sind nicht selbstverständlich, ihre Inanspruchnahme ohne eigenes Zutun wird aber gerne als selbstverständlich betrachtet.

