Vor 60 Jahren, im Jahre 1962, begann für 29 Lehrlinge im Ausbesserungswerk Weiden der Ernst des Lebens. Unter ihnen war auch Werner Holl. Er ist es, der die damalige Gemeinschaft immer wieder zu einem Treffen animiert.

So traf man sich auch heuer wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung. Leider fanden nur noch zehn ehemalige Lehrlinge mit ihren Frauen zum Treffen im Vereinsheim der Bundeswehr-Reservisten in Weiden.

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Lustige Burschen – strenge Meister

Viele trugen mit kleinen Anekdoten aus der Lehrzeit zur Unterhaltung bei. So erzählte Werner Holl, dass er einen mit Öl getränkten Lappen auf einen anderen Lehrling werfen wollte. Da dieser den Putzlappen auf sich zukommen sah und sich schnell bückte, setzte dieser seinen Flug fort und landete der an der Fensterscheibe des Lehrmeisters.

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Durch den Aufprall an der Scheibe schreckte der Meister auf und erblickte Holl. Dieser stand noch mit erhobener Wurfhand und erschrockenem Gesicht, angesichts dessen, was er mit dem Wurf abgerichtet hat, hinter seinem Schraubstock.

Dem taktischen Fingerzeig des Meistes folgend, musste er bei ihm antanzen und sich sein „Fett“ abholen. Vom Meister wurde er zu einem Aufsatz verdonnert und von seinem Vater, der im gleichen Raum als Schreiber tätig war, erhielt er die Ankündigung: „Wart nur Bürscherl, wennst nach Haus kommst, dann sprechen wir uns noch.“

Gestandene Mannsbilder geworden

Trotzdem konnten letztendlich alle ihre Aufgaben im Leben meistern. Viele solcher kleinen Erlebnisse kamen zum Vorschein und trugen zur Festigung der Gemeinschaft bei. Bei der Verabschiedung versprach man sich, die Freundschaft zu vertiefen und sich öfters wiederzutreffen. Man bedankte sich bei Werner Holl für seine Bemühungen und versprach ihm, sich wiederzutreffen.