In den vergangenen vier Monaten kamen so rund 4200 Spenden zusammen. Mitte Juni kam deshalb Johannes Klein, Koordinator von „Brillen weltweit“, mit einem Transporter an die OTH in Weiden, um die gesammelten Brillen und Hörgeräte abzuholen. Am Ende war sein Auto bis unter die Decke mit Kisten vollgestopft. Diese werden nun in einer Werkstatt in Koblenz von Langzeitarbeitslosen begutachtet, Dioptrien gemessen, Gestelle repariert, unbrauchbare Modelle recycelt und brauchbare an Menschen in aller Welt verteilt.
So hilft die Aktion Sehhilfebedürftigen in allen Ländern, gibt Arbeitslosen in Deutschland eine Perspektive und schont zugleich die Umwelt, da Ressourcen sinnvoll genutzt werden. „Es ist eine so einfache Aktion, die doch einen so großen Mehrwert für Mensch und Umwelt hat“, zeigt sich Markus Lommer, Hochschulseelsorger an der OTH Amberg-Weiden, begeistert von der Aktion. „Selbst die Spender profitieren davon und haben wieder leere Schubladen.“
Zahlreiche Sammelpartner
Die Hochschulseelsorge unterstützt die Initiative, die Irmgard Puschnigg von der Hochschulbibliothek Amberg an die OTH Amberg-Weiden gebracht hat. Auch die Regionalbibliothek in Weiden sowie die Stadt- und Provinzialbibliothek in Amberg sind mit von der Partie. „Ich freue mich sehr, dass sich unsere Sammelpartner ebenso wie wir entschlossen haben, die Aktion bis Ende des Jahres fortzusetzen“, erklärt Puschnigg.
Wer also noch ungenutzte Brillen und Hörgeräte zu Hause herumliegen hat, könne sie gerne beim nächsten Bibliotheksbesuch mitbringen. Sie hofft: „Vielleicht schaffen wir es ja, in der zweiten Jahreshälfte noch die 10.000 Marke zu knacken.“

