Kennengelernt hatten sich die beiden bereits im Jahr 2009. Zunächst verband sie eine enge Freundschaft – viele Telefonate, gelegentliche Kaffees und gute Gespräche prägten diese Zeit. Erst vier Jahre später brachte der Zufall sie auf eine neue, gemeinsame Spur, die schließlich zur großen Liebe führte.
Fest in der Region verwurzelt
Beruflich sind beide fest verwurzelt in ihrer Region: Wolfgang Heibl, der nun mit seinem neuen Nachnamen Hartmann unterschreiben muss, ist Schichtleiter bei der ILS Oberpfalz Nord, Evelyn Hartmann arbeitet seit 15 Jahren als selbstständige Ergotherapeutin mit eigener Praxis in Eschenbach, deren neue Räume erst im Januar feierlich eingeweiht wurden.
Auch in ihrer Freizeit sind sie ein starkes Team. Gemeinsam engagieren sie sich bei der Feuerwehr Weiherhammer, in der UG SanEL des Kreisverbandes Weiden/Neustadt sowie beim BRK. Wolfgang ist unter anderem Maschinist, Zugführer, Atemschutzträger, Fachdienstleiter der UG San EL, Einsatzleiter Wasserwacht und OrgL im Katastrophenschutz.
Evelyn unterstützt ihn tatkräftig und ist selbst in der BRK-Bereitschaft in Neustadt aktiv. Darüber hinaus genießen beide das Leben in der Natur mit Hund und Pferd, reisen gerne in den Bayerischen Wald oder nach Österreich, und pflegen ihre Freundschaften. Wolfgang findet Ausgleich bei den Motorradfreunden Steinfels, während Evelyn regelmäßig Zeit im Reitstall verbringt – ob in der Halle oder beim Ausreiten durchs Gelände.
Hochzeitsreise in den Bayerischen Wald
Die Hochzeit selbst wird ein festlicher Moment im Kreise der Liebsten: Nach der standesamtlichen Trauung im Rathaus fand am selben Tag eine freie Trauung im Elements Restaurant statt, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden und Familie. Im Oktober ziehen sich die Frischvermählten für ein paar Tage in den Bayerischen Wald zurück, um dort ihre Hochzeitsreise zu genießen.
Vor das Rathaus waren viele Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Arbeitsbereiche der beiden Frischvermählten gekommen. Neben viel Händeschütteln und Umarmungen durften sich beide auch bei kleineren Spielen beweisen. Ob bei der Feuerwehr oder auch beim Roten Kreuz, überall mussten am Ende auch noch ein paar Erinnerungsfotos gemacht werden.
Für die Zukunft wünschen sich Evelyn und Wolfgang vor allem ein langes, gemeinsames Leben und die Möglichkeit, ihre kleine Familie wachsen zu sehen. Ihr größter Wunsch an diesem besonderen Tag: ein festlicher, aber entspannter Rahmen mit den Menschen, die ihnen am meisten bedeuten.


Liebes Oberpfalzecho Team, er muss jetzt? – nein, er will und er darf! Die Formulierung, „(…) Heibl, der nun mit seinem neuen Nachnamen Hartmann unterschreiben muss (…)“, ist nichts anderes als subtile Diskriminierung. Sie macht hier aus einer freien, gleichberechtigten Entscheidung ein vermeintliches ‚Übel’, das der Mann zu ertragen habe. Ein Name ist Teil der eigenen Identität. Jahrhundertelang wurde von Frauen erwartet, ihre eigene aufzugeben, um die des Mannes anzunehmen. Wenn sich nun ein Mann bewusst dafür entscheidet, den Namen seiner Frau zu tragen, ist das kein ‚Müssen‘, sondern ein Akt von Gleichberechtigung und Respekt. Mal ganz davon abgesehen, dass es der gesetzlich verankerten Freiheit entspricht, sich für oder gegen einen gemeinsamen Namen zu entscheiden – ob den der Frau oder des Mannes. Eure Wortwahl zementiert das alte Rollenbild, nach dem nur der Nachname des Mannes als Norm gilt und die Frau sich unterzuordnen hat. Das wird weder den realen Möglichkeiten noch dem partnerschaftlichen Charakter einer Ehe gerecht und wertet die Entscheidung des Paares ab.
Danke für den Hinweis! 😊 Die Formulierung war keinesfalls abwertend gemeint. Gemeint war nur, dass er künftig offiziell mit seinem neuen Nachnamen unterschreibt. Dass das natürlich eine freie und gleichberechtigte Entscheidung ist, steht für uns außer Frage – wir achten beim nächsten Mal noch genauer auf die Wortwahl.